Alleman triumphiert im Schwarzwald, Weinbeer sichert sich Gesamtweltcup
Der Black Forest Ultra Bike Marathon in Kirchzarten bildete die fünfte und vorletzte Runde des Cross-Country-Marathon-Weltcups 2026. Auf der 118 Kilometer langen Strecke mit 3550 Höhenmetern setzten sich der Belgier Wout Alleman und die Schweizerin Anna Weinbeer durch. Während die Entscheidung bei den Männern erst auf den letzten Kilometern fiel, dominierte Weinbeer das Rennen der Frauen und sicherte sich vorzeitig den Gesamtsieg im Weltcup.
Bei den Männern entwickelte sich zunächst eine grössere Spitzengruppe, zu der unter anderem der Kolumbianer Leonardo Paez und der Deutsche Simon Stiebjahn gehörten. Alleman schloss in der zweiten Rennhälfte zur Spitze auf und setzte sich gemeinsam mit dem spanischen Weltcup-Leader David Valero Serrano ab. An der steilen Passage bei Aftersteg konnten Paez und Stiebjahn das Tempo nicht mehr halten. Gleichzeitig näherte sich von hinten der Italiener Davide Foccoli, der auf den letzten Kilometern noch in den Kampf um den Sieg eingriff.
Alleman behauptete sich jedoch auf den breiteren Abfahrten und erreichte das Ziel nach 4 Stunden, 14 Minuten und 7 Sekunden. Valero Serrano folgte mit gut zwölf Sekunden Rückstand, Foccoli wurde weitere sechs Sekunden später Dritter. Paez belegte mit rund drei Minuten Rückstand Rang vier. Bester Deutscher war Jakob Hartmann auf Rang sechs, gefolgt vom Schweizer Alexandre Balmer. Andreas Seewald und Simon Stiebjahn klassierten sich auf den Plätzen neun und zehn. Valero Serrano verteidigte mit seinem zweiten Rang die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung.
Bei den Frauen war Anna Weinbeer bereits früh die bestimmende Fahrerin. Zu Beginn konnte einzig ihre Schweizer Landsfrau Steffi Häberlin das hohe Tempo mitgehen. Rund 20 Kilometer lang fuhren die beiden gemeinsam an der Spitze, ehe sich Weinbeer absetzte und das Rennen allein fortsetzte. Sie erreichte das Ziel nach 4 Stunden, 55 Minuten und 12 Sekunden und feierte damit ihren vierten Sieg im fünften Weltcup-Rennen der Saison.
Hinter Weinbeer kämpften die Spanierin Natalia Fischer Egusquiza und die Italienerin Claudia Peretti um die weiteren Podestplätze. Fischer Egusquiza belegte mit genau vier Minuten Rückstand Rang zwei. Peretti kam nach 5 Stunden, 2 Minuten und 54 Sekunden ins Ziel und wurde Dritte. Häberlin musste das Podest in der zweiten Rennhälfte ziehen lassen und beendete das Rennen auf Rang vier.
Mit ihrem Erfolg in Kirchzarten steht Weinbeer bereits vor dem Saisonfinale als Gesamtsiegerin des Cross-Country-Marathon-Weltcups fest. Die Schweizerin hat vier der bisher fünf Rennen gewonnen. Die letzte Runde findet am 20. September 2026 im spanischen Girona statt. Bei den Männern fällt dort die Entscheidung um den Gesamtsieg, während Weinbeer ohne Ergebnisdruck antreten kann.