Alte Sieger, neue Sieger und Feuer im Busch – EWS-Auftakt in Chile
Beim Auftakt der Enduro-World-Series im chilenischen Corral ist der letztjährige Gesamtsieger Richie Rude (USA), der die Nase erneut vorne hat. Rude fährt an beiden Renntagen ein solides Rennen und holt sich insgesamt drei von sechs Etappensiegen. Nach rund 32 Minuten totaler Rennzeit liegt er damit sieben Sekunden vor dem zweitplatzierten Martin Maes (BEL). Weitere zehn Sekunden zurück, liegt ein alter bekannter hinter den Jungen auf Rang drei. Nicolas Vouilloz, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, blitzt noch immer mit seinem unglaublichen Können auf.
Aus Schweizer Sicht ist das Rennen in Corral kein Highlight. Ludo May belegt als einziger Schweizer Landesvertreter den 30. Rang. René Wildhaber kann wegen seiner Bänderverletzung voraussichtlich erst beim dritten Rennen in Irland wieder in das Geschehen eingreifen.
Neue Siegerin und zwei Mal ein Bestleistung
Nach dem Rücktritt der dreifachen EWS-Siegerin Tracey Moseley sind die Karten für das Rennen der Frauen neu gemischt. Als Thronfolgerin Moseleys wurde bereits die Französin Cecile Ravanel gehandelt. Sie wird den Erwartungen gerecht und holt sich mit vier Etappenerfolgen den Auftaktsieg vor der Holländerin Anneke Beerten. Auf Rang drei landet mit Isabeau Courdurier eine weitere Französin.
Erfreulich verläuft das erste Rennen für Anita und Carolin Gehrig. Während andere schon im Vorfeld einen oder mehrere Wettkämpfe bestreiten konnten, haben die Zwillinge ihr erster Einsatz am World-Series-Rennen. Was scheinbar nicht optimal sein sollte, entpuppt sich als gute Taktik. Anita belegt Rang fünf und erreicht damit ihr bestes Karriereresultat. Auch Carolin erreicht mit Rang acht eine neue persönliche Bestleistung. Eine ideale Ausgangslage für das nächste Rennen in Argentinien.
Patagonien ruft
Für das zweite Rennen am 02. und 03. April macht die Enduro-World-Series Halt in Cerro Catedral, nahe Bariloche in Argentinien. Dort erwartet die Fahrer wiederum sechs Abfahrtsetappen verteilt auf zwei Renntage. Die Etappen im Bikepark Cerro Catedral werden aus eigener Kraft, aber auch per Bergbahn erreicht.