Aluminium schnappt der Carbon-Konkurrenz WM-Gold weg
WM-Gold auf einem Aluminiumrahmen
Im professionellen Mountainbike-Rennsport dominieren Carbon-Rahmen. Aluminium spielt bei den Topathleten dagegen kaum noch eine Rolle. Raphaela Richter liefert nun den Gegenbeweis: Auf einem Crossworx Dash MK2 aus Aluminium gewinnt sie die Enduro-Weltmeistertitel 2026 in Finale Ligure.
Nach sechs Stages und knapp 42 Minuten Rennzeit liegt Richter lediglich 1,575 Sekunden vor der Französin Isabeau Courdurier. Die Italienerin Nadine Ellecosta folgt mit 3,897 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Richter legt mit dem Sieg auf der ersten Stage den Grundstein und übernimmt ab der vierten Prüfung die Führung.
«Ich bin unglaublich stolz auf mich, nach vielen Ups and Downs auf meinem eigenen Weg den grösstmöglichen Titel im MTB eingefahren zu haben. Ich kann es immer noch nicht ganz fassen», erklärt Richter.
Highperformance braucht nicht zwingend Carbon
Das Weltmeisterbike basiert auf dem Dash MK2 von Crossworx Cycles. Der Aluminiumrahmen wird im thüringischen Rudolstadt von Hand geschweisst. Dass sich damit auf höchstem Niveau Rennen gewinnen lassen, unterstreicht das Potenzial des Werkstoffs, der im Spitzensport zunehmend von Carbon verdrängt wurde.
Seit 2025 fährt und arbeitet Richter für Crossworx. Unter dem Motto «Choose Local» setzt sie auf Komponenten, die möglichst in Europa gefertigt werden. Ihr Bike hat sie mit Produkten ihrer Sponsoren individuell aufgebaut.
Weltmeistertitel bringt Rabatt
Für Crossworx ist der Titel der bisher grösste sportliche Erfolg. Die kleine Manufaktur produziert seit sechs Jahren Aluminiumrahmen und bietet mittlerweile sieben Fahrradmodelle an.
Zur Feier des Weltmeistertitels gewährt Crossworx bis Ende Dezember 2026 zehn Prozent Rabatt auf Rahmenkits und Komplettbikes des Dash MK2. Der Gutscheincode lautet «worldchampion». Die Modelle sind individuell konfigurierbar und aktuell ab Lager verfügbar.