Anrig Neunter in Whistler | Ride MTB

Anrig Neunter in Whistler

Jared Graves gewinnt das fünfte Rennen der Enduro-World-Series im kanadischen Whistler. René Wildhaber fällt eines Defektes wegen aus der Entscheidung um die Podestplätze. Dafür brilliert Lukas Anrig mit Rang neun. Als beste Schweizerin fährt Anita Gehrig auf den zehnten Rang.

Der einst weltbeste 4x-Fahrer Jared Graves aus Australien deutete in den vergangenen vier World-Series-Rennen an, dass er das Potential für den Sieg besitzt. In Whistler führt Graves die Entscheidung auf der mit knapp 23 Minuten Fahrzeit längsten Etappe herbei. Bis nach der vierten Etappe liegt der Australier noch 22 Sekunden hinter dem Gesamtführenden Jerome Clementz (FRA). Graves absolviert die kräftezerrende letzte Abfahrtsetappe über 30 Sekunden schneller als der Franzose, was der Sieg für den 4x-Weltmeister des Jahres 2009 bedeutet. Hinter Graves und Clementz fährt der Neuseeländer Jamie Nicoll auf den dritten Platz.

Beinahe landet René Wildhaber auf dem dritten Rang. Er beendet die Etappen eins bis drei jeweils als Viertschnellster und die vierte Etappe sogar als Drittschnellster. In der letzten Etappe reisst Wildhaber jedoch die Kette, verliert viel Zeit und doch klassiert er sich immer noch auf dem guten 13. Rang. Die Enttäuschung über den verpassten Podestplatz ist jedoch gross. «Die Fünfte war meine Lieblingsetappe, da sie so schön lang war. Ich hatte das gute Gefühl aufs Podest fahren zu können aber dann ist mir die Kette gerissen. Ich war sehr enttäuscht, aber so ist halt Racing», sagt Wildhaber der, aus purer Freude am biken, nach dem Rennen nochmals eine Runde mit seinem neuen Bike dreht.

Lukas Anrig geht dafür an diesem Tag alles auf und wird dafür mit dem neunten Rang belohnt. «Ich habe erst nach der dritten Etappe erfahren, dass ich gut im Rennen liege. Das gab mir zusätzliche Motivation, auf den letzen beiden Abfahrtsetappen nochmals alles zu geben. So konnte ich mich noch vom siebzehnten auf den neunten Rang arbeiten. Mit meinem Resultat bin ich super zufrieden, zumal es mir bis anhin nie optimal gelaufen ist», freut sich Anrig.
Auf dem elften Rang landet Florian Golay und verpasst um nur eine Sekunde den Sprung in die Top-Ten. Nichtsdestotrotz dürfte der Romand mit dem elften Rang ebenfalls sehr zufrieden sein, da es sein bisher bestes Resultat in der Enduro-World-Series ist.

Bei den Frauen meldet sich die Französin Anne Caroline Chausson auf der Siegerstrasse zurück. Nachdem sie beim ersten Stopp der Serie einige Rippen brach, konnte sie erst bei der vierten Austragung in Winter Park (USA) wieder einsteigen, dies aber bereits mit einem zweiten Rang. Beim fünften Rennen der Serie in Whistler lässt die Rekord-Downhill-Weltmeisterin nichts mehr anbrennen und gewinnt vier der fünf Etappen. Damit verweist sie die Gesamtführende Tracey Moseley (GBR) auf den zweiten Rang. Cécile Ravanel belegt mit einem Etappensieg den dritten Rang.

Aus dem Schweizer Lager setzt sich Anita Gehrig erneut in den Top-Ten fest. Ohne Defekte jedoch mit einem Sturz, der sie den neunten Rang kostet, zeigt sie sich zufrieden. « Das Rennen war so hart. Vor allem die letzte Etappe, vom höchsten Punkt des Bike-Gebiets bis runter ins Village, war mit über 25 Minuten Fahrzeit extrem kräfteraubend und zerrte somit auch an der Konzentration», sagt die 26-Jährige. Die Konzentration lässt bei einigen Fahrern nach. Dies bekommt auch Lorraine Truong zu spüren. Die Romande überschlägt sich bei der letzten Kuppe kurz vor dem Ziel, bleibt aber glücklicherweise unverletzt. Truong belegt nach einem soliden Rennen und einem vierten Rang in Etappe drei, den elften Schlussrang.

Rangliste

www.enduroworldseries.com