Becker und Jörger gewinnen Jubiläumsrennen | Ride MTB

Becker und Jörger gewinnen Jubiläumsrennen

30 Jahre «Absolute Abfahrt»: Beim fünften Lauf des iXS Downhill Cups in Ilmenau wird das Jubiläum mit vollen Zuschauerrängen und packendem Racing gefeiert. Max Becker nutzt im Finale den Ausfall von Seeding-Sieger Lino Neumann und gewinnt bei den Männern. Bei den Frauen dreht Karla Jörger den Spiess gegen Hanna Blochberger um.

Die «Absolute Abfahrt» gehört seit drei Jahrzehnten zu den festen Grössen im deutschen Downhill-Sport. Zum 30-Jahr-Jubiläum präsentiert sich die 1500 Meter lange Naturstrecke am Lindenberg zunächst von ihrer garstigen Seite. Heftiger Regen macht beim Track Walk insbesondere die Wurzelpassagen und das Steinfeld langsam und rutschig. Über das Wochenende nimmt der Boden die Feuchtigkeit jedoch gut auf und entwickelt zunehmend Grip. Am Rennsonntag sind die Bedingungen entsprechend schnell.

Im Seeding der Elite-Männer setzt Lino Neumann das erste Ausrufezeichen. Der Deutsche fährt mit fast zwei Sekunden Vorsprung die schnellste Zeit und geht als Favorit ins Finale. Dort wird er allerdings von einem technischen Defekt ausgebremst und muss seinen Lauf vorzeitig abhaken. Max Becker vom DH Talent Team nutzt die Gelegenheit und fährt mit einem starken Finallauf zum Sieg.

Bei den Elite-Frauen kommt es ebenfalls zur Wachablösung gegenüber dem Seeding. Am Samstag hatte Hanna Blochberger noch die schnellste Zeit vorgelegt. Im entscheidenden Lauf am Sonntag legt Karla Jörger jedoch nach und verweist Blochberger auf Rang zwei. Damit gehen beide Elite-Siege des Jubiläumsrennens an deutsche Fahrer.

Auch beim Nachwuchs wird auf der «Absoluten Abfahrt» um jede Zehntelsekunde gekämpft. In der Pro-U19-Kategorie setzt sich der Schweizer Jayden Hungerbühler vom Epic Racing Team durch. Mit 1:56.060 Minuten bleibt der 18-Jährige als einziger Fahrer der Klasse unter 1:57 Minuten und gewinnt 0.942 Sekunden vor dem Deutschen Julian Bürger. Justus Kindel komplettiert mit 2.996 Sekunden Rückstand das Podest. Dahinter folgen Martin Ledwon aus Tschechien und Mael Arendt vom DH Talent Team.

Bemerkenswert ist auch der Vergleich mit der Elite: Hungerbühlers Zeit hätte dort für Rang 16 gereicht und war sogar 0.042 Sekunden schneller als jene von Seeding-Sieger Lino Neumann, der im Finale allerdings von einem technischen Defekt gebremst wurde.

Mindestens ebenso wichtig wie die Resultate ist in Ilmenau die Kulisse. Die legendäre Fankurve ist zum Finale dicht gefüllt und sorgt entlang der Strecke für die passende Atmosphäre zum runden Geburtstag. Spätestens bei der Siegerehrung wird aus dem Rennen endgültig eine Jubiläumsparty: Stage Diving und Sektduschen beschliessen drei Jahrzehnte «Absolute Abfahrt» standesgemäss.

racement.com


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