Biker sollen 15'000 Euro Busse bezahlen | Ride MTB

Biker sollen 15'000 Euro Busse bezahlen

Am Muckenkogel westlich von Wien wird gegen Mountainbiker hartes Geschütz aufgefahren. Ein Jäger klagt vier Personen an, weil sie mit dem Bike auf einer Forststrasse unterwegs waren. Sie sollen eine Busse von 15'000 Euro bezahlen. Mountainbiker seien ein «gefährlichen Störfaktor für das Wild, den Forst und die Jagd».

Die vier angeklagten Mountainbiker waren im September 2013 auf einer Forststrasse zur Almmesse auf der Klosteralm am Muckenkogel unterwegs. Unzählige Jäger seien gemäss den Angeklagten mit dem Auto zu dieser Messe gefahren, und trotzdem fühlten sie sich diese durch die Mountainbiker derart provoziert, dass Jagdpächter Rudolf Gürtler in der Folge Klage einreichte. Mountainbiken sei in der Region verboten und der Kläger als Jagdpächter sei berechtigt, Unterlassungsansprüche zu stellen, ist von der klagenden Partei zu vernehmen. Eine aussergerichtliche Einigung konnte nicht erzielt werden, weshalb es nun im Sommer 2014 zum Prozess kommen wird.

Interessant ist in diesem Fall, dass der Kläger von der Gemeinde und den Landeigentümern Rückendeckung erhält. Der Bürgermeister Herbert Schrittwieser zeigt im Gespräch mit den «Niederösterreichen Nachrichten» dafür Verständnis, dass sich Rudolf Gürtler durch das «fast demonstrative Auffahren mit den Rädern provoziert gefühlt hat». Schrittweiser will sich nach seinen Aussagen sehr wohl für die Mountainbiker einsetzen, aber gleichzeitig auch den «Wildwuchs abstellen». Vier Mountainbiker auf einer Forststrasse scheinen das Mass des Tolerierbaren nun überschritten zu haben.

Im Sinne Gürtlers spricht auch Pater Pius Maurer des Stiftes Lilienfeld und damit Landeigentümer der strittigen Region. Mountainbiken sei in der Region zwar generell verboten, doch man habe sich bisher darum bemüht, dass «Mountainbiker, die sich an die Hauptforststrasse zu den drei Almgasthäusern am Muckenkogel halten und nicht über Wiesen oder Steige fahren, von den Forstmitarbeitern des Stiftes nicht angezeigt oder bestraft werden». Leider gebe es unter den Mountainbikern immer wieder auch «schwarze Schafe», die überall fahren oder Forstmitarbeiter bedrohen. Rudolf Gürtler sehe den Mountainbiketourismus als gefährlichen Störfaktor für das Wild, den Forst und die Jagd, sagt Pater Pius gegenüber den «Niederösterreicher Nachrichten». Als Gürtler am Tag der Almmesse einige Mountainbiker auf der Klosteralm angetroffen habe, fühlte er sich provoziert gefühlt und reichte in der Folge Klage ein.

Weitere Infos:
www.noen.at 

Die angeklagten Biker unterstützen:
https://secure.avaaz.org/de/petition/Herbert_Schrittwieser_Straffreiheit_fuer_die_Mountainbiker_am_Muckenkogel/?cgHifdb


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