BMC Racing Cup: Näf will Steigerung – Süss will angreifen | Ride MTB

BMC Racing Cup: Näf will Steigerung – Süss will angreifen

Der BMC-Racing-Cup macht am 26. April in der Sonnenstube der Schweiz halt. Erneut sind es die beiden Weltranglisten-Ersten, über die der Weg zum Sieg führt. Jolanda Neff und Julien Absalon führen die Meldelisten von Tesserete an, auf der noch viele weitere Weltklasse-Mountainbiker geführt sind.

Julien Absalon spricht von seiner «Lieblingsstrecke» im BMC-Racing-Cup, seinem BMC-Teamkollegen Ralph Näf gefällt der ruppige Untergrund ebenfalls und auch Esther Süss «mag die Strecke». Vorfreude auf die zweite Runde des BMC-Racing-Cup 2015 ist bei den Spitzen-Bikern zu spüren. Ralph Näf haben beim Auftakt in Schaan Rückenprobleme zu schaffen gemacht. Vor der zweiten Cup-Station in Tesserete wirkt er aber wieder zuversichtlich. «Das ist so weit wieder in Ordnung. In Tesserete möchte ich einen Aufwärtstrend sehen und mich wieder so gut fühlen, wie vor vier Wochen am Monte Tamaro», erklärt Näf. Der bald 35-Jährige Näf war im vorigen Jahr, trotz Defekt, Vierter in Tesserete. Ohne Rückenprobleme und ohne Defekt darf man ihn in der Spitzengruppe erwarten.

Absalon ist die Messlatte
Favorisiert ist sicher der Weltranglisten-Erste Julien Absalon. Der Franzose kommt als Cup-Leader und hat auch im Vorjahr in Tesserete gewonnen. Am vergangenen Sonntag wurde er beim Coupe de France in Pompon nur Fünfter, doch das war der falschen Reifenwahl geschuldet. Neben Martin Fanger, der in Schaan als Zweiter stark auftrumpfen konnte, sowie Lukas Flückiger, Matthias Flückiger und dem Olympia-Dritten Marco Fontana (ITA) ist dessen Cannondale-Teamkollege, Weltranglisten-Sechste Manuel Fumic (GER) ein Kandidat für das Podest. Der war vorige Woche im italienischen Nals trotz Defekt starker Zweiter. «Ich will schauen was für mich geht und was noch nicht. Aber ich freue mich auf den Vergleich mit den vielen starken Fahrern. Absalon ist die Messlatte. Das wird sicher ein richtig sportliches Rennen», sagt Fumic.

Neff von Belgien ins Tessin
Wenn eine auffällige Serie begonnen ist, dann stellt sich immer die Frage: reisst sie beim nächsten Mal? Jolanda Neff geht in Tesserete, das sie im Vorjahr auch als Siegerin verlassen hat, erneut als Favoritin ins Rennen. Die Weltranglisten-Erste und Weltcup-Gesamtsiegerin hat die letzten sechs BMC-Racing-Cup-Rennen, die sie bestritten hat, allesamt gewonnen. Neff war am Mittwoch noch beim Strassen-Weltcup Flèche Wallone in Belgien unterwegs, bevor sie sich auf den Weg ins Tessin machte. Beim Klassiker hatte sie Pech, als ihr 20 Kilometer vor dem Ziel der Schaltzug riss. Am Ende wurde sie 28.

Ob ihr die Sieben jetzt einen Strich durch die Rechnung macht? In Person von Wheeler-iXS-Fahrerin Esther Süss vielleicht? Die hat sich vor zwei Wochen in bemerkenswert guter Cross-Country-Form präsentiert. «Dadurch, dass ich das Cape Epic wegen meiner Teamkollegin nicht so hart fahren musste, bin ich jetzt frischer als die Jahre zuvor. Ich werde auch in Tesserete versuchen richtig schnell zu fahren und möglichst viele Punkte für die Gesamtwertung zu holen», erklärt Süss. Mit ihren 41 Jahren hat die Weltmeisterschafts-Dritte des Jahres 2013 immer noch grosse Ziele in der olympischen Disziplin. «Olympia ist schon wieder ziemlich nahe und es ist schon eine zusätzliche Motivation für mich. Aber die Konkurrenz in der Schweiz wird auch bei den Frauen immer stärker. Deshalb wäre es kein Weltuntergang, wenn es nicht klappen würde», sagt die Olympia-Fünfte von London gelassen.

Noch zwei Jahre älter ist die Deutsche Sabine Spitz. Die dreifache Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen peilt nächstes Jahr ihre fünfte Olympia-Teilnahme an und gehört auch in Tesserete zu den Frauen, die Jolanda Neffs Serie durchbrechen könnten. Genauso wie Irina Kalentieva vom Möbel-Märki-Pro-Tea, die am Monte Tamaro gewonnen hat, die Britin Annie Last, sowie U23-Vizeweltmeisterin Margot Moschetti aus Frankreich.

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