Bringer und Wiggberg gewinnen den Red Bull District Ride in Groningen
Der Red Bull District Ride 2026 brachte am 25. Juli die besten Slopestyle-Mountainbiker der Welt nach Groningen in den Niederlanden. Der Wettbewerb zählt zu den wichtigsten urbanen Slopestyle-Events und holt den Sport direkt in die Stadt. Dort geht es nicht nur um grosse Tricks, sondern auch um Kreativität, Kontrolle, Linienwahl und die Fähigkeit, technische Elemente unter Wettkampfdruck sauber zu verbinden. Die Austragung in Groningen war die erste in den Niederlanden und brachte dem Event zugleich einen historischen Schritt: Zum ersten Mal wurde eine offizielle Frauenwertung ausgetragen.
Der eigens gebaute Kurs verwandelte das Stadtzentrum in eine spektakuläre Wettkampfarena. Die Fahrer mussten massive Sprünge, technische Passagen und kreative Linien durch die Strassen der Stadt zu einem möglichst perfekten Lauf verbinden. Bewertet wurden Höhe, Schwierigkeit, Stil und Kreativität. Die Strecke war in drei Bereiche aufgeteilt: Big Air, Park und Dual. Besonders prägend war ein 15.5 Meter hoher Drop von einem Dach. Dazu kamen technische Parklinien, Trick-Sprünge, Whale Tails und gebogene Wallrides. Im Dual-Bereich konnten die Fahrer ihre Linie selbst wählen. Kursdesigner Desmond Tessemaker entwickelte das Layout gemeinsam mit den Athleten über vier Monate hinweg. Der Aufbau in der historischen Innenstadt von Groningen dauerte danach nur vier Tage.
Als Diamond-Event der FMB World Tour und Teil der Slopestyle Super League hatte der Red Bull District Ride auch sportlich grosses Gewicht. Die Resultate flossen in den Titelkampf der Saison ein, entsprechend hoch war der Druck auf die Teilnehmer. Die neue Frauenwertung setzte zudem ein wichtiges Zeichen für die Entwicklung der Disziplin. Sie gab den Fahrerinnen eine eigene Bühne bei einem der prestigeträchtigsten Slopestyle-Wettbewerbe überhaupt.
Alma Wiggberg aus Schweden gewann die erste offizielle Frauenwertung mit 277.00 Punkten. Den entscheidenden Moment lieferte sie im Big-Air-Bereich, wo sie mit einem grossen Backflip Barspin vom Drop die Tagesbestwertung in diesem Abschnitt holte. Wiggberg bestätigte damit ihre starke Form und ergänzte ihre bisherigen Slopestyle-Erfolge um den ersten Frauensieg beim Red Bull District Ride. Johanna Nussbaumer aus Deutschland wurde mit 229.00 Punkten Zweite, Natalia Niedzwiedz aus Polen belegte mit 211.99 Punkten Rang drei.
Bei den Männern setzte sich Tim Bringer aus Frankreich mit 284.72 Punkten durch. Sein Sieg beruhte weniger auf einem einzelnen Höhepunkt als auf hoher Konstanz über alle drei Kursbereiche. Bringer erzielte im Big Air die Tagesbestwertung mit und überzeugte auch in Park und Dual. Damit distanzierte er Dawid Godziek aus Polen um gut sechs Punkte. Godziek wurde mit 278.50 Punkten Zweiter. Lucas Huppert aus der Schweiz komplettierte mit 274.71 Punkten das Podest und sorgte damit auch aus Schweizer Sicht für ein starkes Resultat beim niederländischen Debüt des Red Bull District Ride.
Resultate
Frauen-Final Red Bull District Ride 2026
- Alma Wiggberg, Schweden, 277.00 Punkte
- Johanna Nussbaumer, Deutschland, 229.00 Punkte
- Natalia Niedzwiedz, Polen, 211.99 Punkte
- Shealen Reno, Vereinigte Staaten, 193.99 Punkte
- Harriet Burbidge-Smith, Australien, 148.32 Punkte
- Robin Goomes, Neuseeland, 67.00 Punkte
Männer-Final Red Bull District Ride 2026
- Tim Bringer, Frankreich, 284.72 Punkte
- Dawid Godziek, Polen, 278.50 Punkte
- Lucas Huppert, Schweiz, 274.71 Punkte
- Jack Feick, Kanada, 267.07 Punkte
- Erik Fedko, Deutschland, 266.49 Punkte
- Griffin Paulson, Kanada, 253.82 Punkte