Cape Epic verbannt Fahrerin lebenslang vom Event
Die Südafrikanische Marathonfahrerin Yolande de Villiers wurde während des Cape-Epic 2015 positiv auf Hydrochlorothiazid getestet. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um ein Diuretikum das für die Vertuschung von Doping benötigt wird und ist somit des Dopings gleichgestellt. Über die bestätigte Probe wurde de Villiers von der UCI ab dem 31. Januar bis zum 30. Dezember 2015 gesperrt.
Vielmehr dürften sie jedoch die Sanktionen der Cape-Epic-Organisation schmerzen. Denn Ende 2012 wurden im Cape-Epic-Reglement die Anti Doping Regeln verschärft. Diese besagen, dass jeder Fahrer der ab dem 31. Dezember 2012 positiv getestet wurde, für Lebzeiten vom Cape-Epic ausgeschlossen wird.
Bei Yolande de Villiers wird diese Regel erstmals durchgesetzt. Ihr dritter Gesamtrang, den sie zusammen mit der Tschechin Janka Keseg Stevkova einfuhr, muss sie ebenfalls abgeben. Im Weiteren wird ihr als Südafrikanerin der Ausschluss am weltweit bedeutendsten Mountainbike-Etappenrennen im eigenen Lande besonders schmerzen.
Dass diese Regel besteht und auch tatsächlich durchgesetzt wird, zeugt von einem grossen Vorbildcharakter. Nicht selten sind Sperren, auch wenn sie zwei Jahre andauern, zu wenig abschreckend. Fahren auch andere Grossveranstalter mit gleichem Geschütz auf, könnte dies, im Kampf gegen Doping, künftig mehr bewirken.
Foto ©Karin Schermbrucker / Cape Epic