Chaos-Etappe am Andalucia Bike Race
Wie schon die Etappen zuvor gibt es auch auf der fünften Etappe Probleme mit der Ausschilderung der Route. Dem Siegerduo der vierten Etappe wird dies zum Verhängnis. Nach einem Defekt fallen Robert Mennen (GER) und Kristian Hynek (CZE) zurück und verpassen darauf bei ihrer Weiterfahrt die Rennstrecke. Als sie wieder zurückfinden, liegen die Beiden an der Spitze und erreichen das Ziel als Erste, werden dann aber von der Jury mit einer Zeitstrafe belegt, was gleichbedeutend mit dem 14. Rang ist. Somit geht der Sieg an die regulär fahrenden Markus Kaufmann und Jochen Käss. Zweite werden Bartlomiej Wawak und Adrian Brzozka aus Polen. Die Spanier Alejandro Diaz de la Peña und Pedro Romero Ocampo belegen Rang drei. Laut Stimmen der Schweizer Fahrer sei dies auch anderen Teams passiert. Mathias Flückiger und Matthias Stirnemann liegen gut im Rennen, werden aber durch die angeblichen Abkürzereien um einen möglichen Podestplatz gebracht. Flückiger und Stirnemann die das Etappenrennen als Saison-Vorbereitung nutzen, werden nach der Ranglistenkorrektur als fünfte klassiert.
Im Gesamtklassement bauen Kaufmann und Käss ihre Führung weiter aus. Die vormals Zweitplatzierten Mennen und Hynek rutschen wegen der Zeitstrafe von 20 Minuten auf Rang vier ab. Mathias Flückiger und Matthias Stirnemann liegen nach wie vor auf Rang fünf, dafür nur noch rund 30 Sekunden hinter Rang drei.
Milena Landtwing und Philipp Gerber reihen Sieg an Sieg. Im Gesamtklassement führen die Beiden mit bald zwei Stunden Vorsprung und haben den Gesamtsieg so gut wie in der Tasche.
Die sechste und letzte Etappe mit Start und Ziel in Córdoba ist topographisch weniger anspruchsvoll als die Vorhergehenden. Die knapp 60 Kilometer und knapp 1'200 Höhenmeter dürften aber nochmals hart werden. Durch das auf Etappe fünf entstandene Chaos haben sich für einige Teams neue Chancen eröffnet, welche genutzt werden wollen.