Das Swiss-Epic-Bike des Ride-Teams | Ride MTB

Das Swiss-Epic-Bike des Ride-Teams

Die zweite Etappe wird für das Ride-Swiss-Epic-Team zur vorsätzlichen Bummelfahrt, um wieder zu Kräften zu kommen. Höchste Zeit also, um für einmal nicht die Etappe, sondern deren Swiss-Epic-Bike unter die Lupe zu nehmen.

Knackige und lange Aufstiege, aber auch ebenso lange und knackige Abfahrten fordern am Swiss Epic Mensch und Material. Philipp Zenklusen und Balz Weber vom Ride-Swiss-Epic-Team haben sich das nach eigenen Vorstellungen optimale Bike für dieses Rennen zusammengestellt. Die erste Vorgabe ist klar. Bei 15'000 Höhenmetern darf das Bike nicht zu schwer sein und soll gut voranrollen. Das Wallis ist jedoch eine der besten Trail-Regionen überhaupt. Das heisst, die Abfahrten werden von flowig einfach, bis zu technisch schwierig sein. Wer sich schon so lange berghoch schindet, möchte bergab auch Spass und Komfort haben. So geht die Wahl von Philipp und Balz auf ein Twentyniner-Fully.

Als Basis dient ein Devinci Atlas mit 110 Millimetern Federweg, kurzen Kettenstreben und semiflachem Lenkwinkel. Bei der Federgabel fällt die Wahl auf die brandneue RS1 von Rock Shox mit 120 Millimeter Hub. Die Upsidedown-Gabel passt mit ihrer auffälligen Optik perfekt an den Twentyniner-Rahmen der kanadischen Bike-Marke.
 

Das Devinci Atlas Carbon im Custom-Aufbau für das Swiss Epic.
Leichtlauf kombiniert mit Komfort.
Die Rock Shox RS1 zieht die Blicke auf sich. Ob sie auch technisch zieht, wird sich zeigen.

Mit der RS1 gibt es – zumindest vorerst – noch eine begrenzte Auswahl an Laufrädern. Die 1500-XM-Spline-Laufräder von DT Swiss, die neu auch mit einer «Predictive-Steering-Nabe» für die RS1 kommen, scheinen da perfekt ins Konzept zu passen. Die Laufräder werden für das grosse Abenteuer mit Schweizer Gummis von Onza bezogen. Hier kommt das leichtlaufende Modell «Canis» in der Dimension 29x2.25 Zoll zum Einsatz.

 

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Ebenfalls passend ist auch die XX1-Schaltung von Sram, welche mit ihrem geringen Gewicht die Waage nicht zu arg belastet. Da es doch zwischendrin steil werden kann, fahren die beiden Ride-Swiss-Epic-Fahrer ein 32er-Kettenblatt. Geschalten werden die Gänge mit einem Trigger-Schalter.
Eines der erklärten Ziele am Swiss Epic ist bergab möglichst viel Spass zu haben. Damit der Spass kontrolliert bleibt, müssen auch gute Bremsen ran. Da weder Philipp noch Balz jemals Hope-Bremsen gefahren sind, ist dies für die beiden eine gute Gelegenheit die edlen Stopper aus England zu testen.
 

Die XX1 von Sram bietet mit dem 10er und dem 42er Kranz genügend Reserven.
An der Kurbel kommt ein 32er-Kettenblatt zum Einsatz.
Fräskunst aus Grossbritannien – die filigrane Bremszange der Hope-Bremse.

Das Cockpit ist eher abfahrtsorientiert, bewegt sich im mittleren Bereich. So wird ein Truvativ Vorbau in 75 Millimeter und ein Truvativ Noir T40-Lenker 720 Millimeter als Steuerzentrale montiert. Somit klettert es sich noch immer angenehm, aber das Bike lässt sich bergab besser kontrollieren als mit einem herkömmlichen Marathon-Cockpit. Zusätzlich verwendet das Ride-Swiss-Epic-Team Griffe von Ergon. Das Model GE1 hat nur eine Klemme auf der Innenseite und eine gute Passform. Dadurch sollen die Hände in den langen Abfahrten nicht zu stark ermüden.
 

Der GE1 bietet neben Komfort auch etwas für's Auge.
Mit 75 Millimeter ist der Truvativ T40 eher kurz für Marathon-Rennen.

Bei steileren Abfahrten macht auch eine Vario-Sattelstütze Sinn. von bei. Mit der Kind Shock LEV ist ein Modell gefunden, das nicht zu schwer, aber dennoch robust genug ist. Mit dieser lässt sich der Sattel 125 Millimeter absenken, was auf den langen Walliser Abfahrten für Komfort und zusätzliche Reserven sorgt. Auf der Stütze thront ein SME3-S-Pro-Sattel von Ergon. Dieser ist der Gesässknochenbreite nach gewählt und soll das Fahrergesäss auf den langen Etappen schonen.
 

480 Gramm leicht und ideal für dieses Projekt: die Kind Shock LEV.
Ergonomie für den Po: der Ergon SME3 Pro Sattel in der Grösse S.

Alles in allem ist die Rennmaschine des Ride-Swiss-Epic-Teams ein guter Mix zwischen Marathon- und Trailbike. Trotz robusten Laufrädern, breiterem Lenker und Variosattelstütze, die mindestens doppelt so schwer ist, wie eine normale Stütze, bleibt die Waage bei 11.3 Kilogramm stehen – ein guter Wert für ein solches Vorhaben. Treten müssen Philipp und Balz jedoch immer noch selber, was zur Zeit nicht so schnell geht wie gewünscht.