Dieser Micro-Camper holt dich am Ende des Trails ab
Wäre er nicht so klein, würde er wohl viele Sympathiepunkte weniger gewinnen. Seinen zungenbrecherinschen Namen Kayoibako-K hat er von in Japan gebräuchlichen Transport-Containern; und so sieht er auch aus, mit seiner würfelartigen Form. Er gehört zur Klasse der Kei-Cars, die in Japan dank ihrer platz- und energiesparenden Bauweise mit tieferen Fahrzeugsteuern, reduzierten Mautgebühren und anderen Erleichterungen gefördert werden.
Der Kayoibako-K wird folgerichtig primär als urbanes Transportfahrzeug angepriesen. Es soll aber auch eine Freizeit-Variante geben. Diese hat ein Dachzelt eine Leiter am Heck, um zu diesem hochzusteigen und die unverzichtbare Markise. Einen Innenausbau hat Toyota noch nicht vorgestellt. Der dürfte aber die kleinste Herausforderung auf dem Weg zur Serie sein. Der 339-Zentimeter-Winzling soll zudem Teil einer Reihe von Vans verschiedener Länge sein.
Kayoibako-K kanns auch autonom
Spektakulär am Konzept ist auch die Selbstfahr-Fähigkeit des Kayoibako-K. So soll er auf vom Fahrer definierten Routen selbständig an sein nächstes Ziel rollen. Im Promo-Video wird dies mit einem Kajakfahrer verdeutlicht, der flussabwärts paddelt, während ihm sein Camper am Ufer folgt und am Ziel dienstfertig auf sein Herrchen wartet.
So könnte der Mikro-Transporter auch als autonomer Shuttle Dienst tun: Oben steigt der Fahrer auf sein Bike und geniesst seine Trails, während das Auto allein die Bergstrasse hinunterfährt und unten Mensch und Bike wieder an Bord nimmt. Solches ist in der Schweiz noch eine Weile Zukunftsmusik, aber das ist ja auch das Concept-Camper-Kistchen.
Doch allein das herrlich schräge und sehr japanische Image-Video ist es wert, dem Kayoibako-K weitere zweieinhalb Minuten zu schenken. Die Idee scheint zu sein, dass der Protagonist sich auf dem Weg zu seiner Kayak-Tour mit Kurierdiensten noch schnell ein paar Yen verdient. Oder so.