Ein harter Start mit Jauchzern zum Schluss
Philipp Zenklusen und Balz Weber jagen pünktlich um 14.10 Uhr von der Startrampe zum Prolog. Nach kurzem Starteffort nehmen die beiden früheren Profis viel Tempo raus. Zu gross ist die Gefahr, dass bereits hier zu viele Körner verschossen werden. Schliesslich windet sich der Aufstieg über 900 Höhenmeter zur Les Ruinettes hoch. Trotz Tempodrosselung bekunden die beiden Fahrer ein wenig Mühe den richtigen Rhythmus zu finden. Die nötige Rennhärte dafür fehlt.
Nach gut der Hälfte des Aufstieges wechselt die Strecke vom Asphaltsträsschen auf einen schönen Singletrail, der sich die verbleibenden Höhenmeter hochzieht. Die Freude über die anstehende Geländefahrt müssen sich Philipp und Balz nun mit schmerzenden Muskeln verdienen, denn der Aufstieg fühlt sich fieserweise steiler an, als am Vortag bei der Besichtigung.
Am höchsten Punkt angekommen, ist auf dem Flachstück erst mal erholen und Kräfte sammeln angesagt. Im Stile eines Paarzeitfahrens spult das Ride-Team in Richtung Spass – der langen Abfahrt nach Verbier zurück. Der obere Teil führt durch eine Strecke des Verbier Bikepark und demnach auch über einige Sprünge. Philipp geht diesen ersten Abschnitt etwas verhalten an. Die zahlreichen Anliegerkurven, Wellen und Sprünge bringen ihn jedoch schnell in den Flow und dauert nicht lange, stösst er den ersten Freudenschrei aus.
Völlig entfesselt brettern die beiden den zweiten Abschnitt durch den Wald runter. Sprünge, Wurzelteppiche, einige Absätze und wieder über Sprünge in die nächsten Anliegerkurven geflogen, bietet sich dem Biker-Herz ein wahres Spassfeuerwerk. Bald holen Philipp und Balz die ersten Teams ein, von denen sie zuvor im Aufstieg überholt wurden. Just nach einem Überholmanöver ist es dann doch zu viel des Guten und Balz legt sich auf der staubigen Strecke nieder. «Nichts passiert», sind seine beruhigenden Worte an Philipp und sogleich nehmen die beiden die Fahrt wieder auf, die letzten spassigen Kurven hinunter ins Ziel – der Auftakt ist geschafft und mit Rang 34 sogar besser als erwartet!
Auf der ersten Etappe am Dienstag warten auf das Ride-Swiss-Epic-Team dann gut dreimal so viele Höhenmeter wie im Prolog. Dort stellt sich schnell heraus wie gut Philipp und Balz mithalten können und ob die kommenden Schönheiten der 92 Kilometer langen Etappe deren Strapazen wettmachen.
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