Enduro World Series: Rude und Ravanel siegen in Kanada – Gehrig-Zwillinge auf 5 und 7
Zu Beginn des World-Series-Rennens in Whistler scheint der Lokalmatador Jesse Melamed das Rennen für sich zu entscheiden. Der Gesamtführende Richie Rude fährt auf der zweiten Etappe einen Plattfuss ein und begibt sich danach zur Aufholjagd. Melamed büsst auf jeder Abfahrt etwas an Boden ein, kann seinen Vorsprung aber bis in die letzte lange Etappe mitnehmen. Auf dieser ist dann Rude abermals der Schnellste – Melameds Vorspung ist dahin. Rude holt sich damit einen weiteren Sieg, der unterlegene Kanadier hat aber trotzdem allen Grund zu Freude. Schliesslich ist der zweite Rang sein bestes Karriereresultat. Auf Rang drei landet der Australier Josh Carlson – nicht mal zwei Sekunden hinter Melamed.
Eine weitere Bestätigung, dass seine Form stimmt, bekommt René Wildhaber. Ab der ersten Etappe steigert er sich stetig und bringt auf der abschliessenden Etappe die elftbeste Zeit runter. Wildhaber klassiert sich am Ende auf dem guten 13. Rang. Noch nicht ganz seinen alten Formstand erreicht, hat Ludo May. Im Vergleich zum Rennen in Aspen (USA), wo May 49. wurde, ist in Whistler mit Rang 36 aber doch eine ordentliche Steigerung sichtbar.
Wieder Ravanel
Die Französin Cecile Ravanel startet harzig ins Rennen und beklagt auf den Etappen eins und zwei Defekte. So ist es ihre Landsfrau Isabeau Courdurier die das Rennen bis zur letzten der fünf Etappen anführt. Doch Ravanel startet bereits ab der dritten Abfahrt ihre Aufholjagd. Auf der Schlussabfahrt macht sie denn Sack zu. Sie nimmt Courdurier über eine Minute und somit auch den Sieg ab. Es wird für sie sogar noch knapp, denn dahinter robbt sich die Kanadierin Casey Brown bis auf vier Sekunden heran.
Nicht ganz nach Wunsch läuft es Anita Gehrig. Sie findet zu Beginn nicht richtig ins Rennen und verfährt sich mangels guter Beschilderung auf einem Transfer. Als wäre das Rennen nicht schon genügend zäh, muss sie die verlorene Zeit aufholen, um keine Zeitstrafe zu kassieren. Trotz allem kann sich Gehrig danach steigern und fährt am Ende noch auf den fünften Rang. Zufrieden mit dem Resultat, freut sie sich über weitere wichtige Punkte, um ihren dritten Rang in der Gesamtwertung etwas zu festigen.
Mit Rang sieben liefert auch Carolin Gehrig wieder ein sehr gutes Resultat ab. Doch bekundet auch sie etwas Mühe, auf den ersten zwei Etappen ihren Rhythmus zu finden. Wie ihre Zwillingsschwester drückt auch sie ab der dritten Abfahrtsetappe aufs Gas, was im Bezug aufs Resultat äusserst wichtig ist. Schliesslich liegt die zehntplatzierte Kanadierin Vaea Verbeeck nur gerade 14 Sekunden hinter ihr.
Ein gutes Rennen zeigt auch Nathalie Schneitter. Nach dem Weltcup-Rennen in Mont Saint Anne gönnt sie sich das Enduro-World-Series-Rennen in Whistler als «Nachtisch» und belegt dabei den 16. Rang.
Zu einem Schweizer Sieg kommt es im Challenger-Rennen des Sram-Canadien-Open. Die Romande Camille Balanche fährt auf jeder der vier Etappen jeweils deutlich die Bestzeit und gewinnt so mit über einer Minute Vorsprung.
Resultate Enduro World Series #6 Whistler/Can
Resultate Enduro Sram-Canadien-Open Challenger-Enduro
Zurück nach Europa
Die Enduro-World-Series 2016 gehen bereits dem Ende zu. Bis aber soweit ist, stehen noch zwei Rennen aus. Das nächste findet im französischen Valberg-Guillaumes statt, wo die Athleten unter anderem Etappen auf der berühmten «Terre noir» serviert bekommen.