Eurobike: bei Brakeforce One ist Wasser das neue Öl
Die Idee entstammt aus einem Versuch eine bestehende Bremse mit Wasser zu befüllen, da Wasser eine bessere Wärmeverteilung hat als Dot-Flüssigkeit oder Öl. Der Versuch glückte und nun präsentieren die Tüftler von Brakeforce One die erste wasserbefüllte Scheibenbremse. Ein weiterer Vorteil wird bei Stürzen und den eventuellen Folgen einer lecken Leitung genannt. Denn Wasser ist umweltverträglich, was bei Bremsflüssigkeit und Öl nicht der Fall ist.
Die Stopper funktionieren mit weitaus weniger Leitungsdruck als bei gängigen Produkten. So werden zum Beispiel Leitungen mit vier Millimeter Durchmesser verwendet. Diese können zum Beispiel mit dem Taschenmesser gekürzt werden und werkzeuglos wieder in Bremshebel- und Sattel gesteckt werden. Am filigranen Hebel lassen sich zudem Druckpunkt und Hebelweite verstellen.
Verblüffend einfach: Die 4mm-Leitungen werden ohne aufwändiges einpressen in die Steckverbindungen an Bremssattel- und Hebel gesteckt und können ebenso von Hand wieder herausgelöst werden.
Damit trotzdem ausreichend Power auf die Scheibe kommt, dafür sorgt eine Art Bremskraftverstärker im innern des Bremssattels. Wer die leichten Stopper aus Deutschland kennt, der weiss, dass der Druckpunkt wenig knackig war. Dem hält die neue Bremse ebenfalls entgegen. Als Massnahme wurde der Bremssattel massiv steifer gemacht. Auch das Kabel-Routing wird einfacher durch die den 360 Grad Leitungsabgang am Sattel.
Bei der Frage über die Wintertauglichkeit der Bremse, ist Frostschutz die Antwort. Brakeforce One mischt dem Wasser 20 Prozent Glykol bei.
Der neue, im Vergleich zum Vorgänger doppelt so steife Bremssattel mit dem 360 Grad Leitungsabgang und dem sogenannten Bremskraftverstärker.
Wir hatten die Gelegenheit, die Bremse kurz auf dem Parkplatz auszuprobieren. Das Resultat ist verblüffend, denn die H2o-Bremse packt unglaublich zu. Über die laut Hersteller bessere Dosierbarkeit wie über die Standfestigkeit können wir noch kein Urteil abgeben. Dafür müssen die Stopper ins Gelände.
Wenn es soweit ist, werden wir einen Umfangreicheren Test publizieren – wir sind auf jeden Fall sehr gespannt wie sich die leichte Wasserbremse in den Alpen verhält.