Finaler Weltcup-Showdown in Leogang
Gerade mal 17 Punkte trennen den aufkommenden Kanadier Steve Smith vom Gesamtführenden Gee Atherton aus England. Somit dürfte es eines spannendsten Weltcup-Duelle, um den Gesamtsieg, der letzten Jahre werden. Atherton der zu Beginn der Saison nahezu unschlagbar galt, kam nach der ersten Saisonhälfte nicht mehr gleich in Fahrt. In Norwegen verringerte er seine Chancen durch einen zeitraubenden Fahrfehler. Sein härtester Gegenspieler Steve Smith war nie weit weg von Atherton. Beim Weltcup in Kanada brachte der Kanadier dann die Wende. Spannend dürfte es auch deshalb werden, da sich beide Fahrer auf dem Kurs in Leogang wohlfühlen.
Selbst der amtierende Weltmeister Greg Minnaar kann nicht mehr in die Entscheidung um den Gesamtsieg eingreiffen. Auch dann nicht, wenn Smith einen Nuller und Minnaar einen Sieg einfahren würde. Es bleibt anzunehmen, dass der Südafrikaner auf dem dritten Gesamtrang bleibt.
Für Nick Beer gibt es im Gesamtklassement nicht mehr viel zu holen. Allerdings stehen die Chancen für den Schweizermeister gut, dass er in Leogang wie an den Weltmeisterschaften nochmals um die vorderen Plätze mitfährt.
Bei den Frauen geht die Britin Rachel Atherton mit einem komfortablen Vorsprung ins Rennen. Trotzdem gilt für die Weltmeisterin die volle Konzentration. Sollte die zweitplatzierte Emmeline Ragot die Qualifikation, die ebenfalls Punkte gibt, und das Rennen gewinnen, müsste Atherton mit einer ansprechenden Qualifikation mindestens Siebte werden um den Gesamtsieg festzumachen. Für Emilie Siegenthaler geht es darum, zum Saisonende nochmals ein Spitzenresultat zu landen. Durch ihren Ausrutscher im Norwegischen Hafjell sind die Chancen der Schweizermeisterin, im Gesamtklassement unter die besten fünf zu gelangen, ziemlich geschrumpft. Mit ein wenig Glück öffnet sich diese Tür für Siegenthaler wieder.
Noch intakte Podestchancen hat der Schweizer Juniorenmeister Noel Niederberger. Zwar hat er ein wenig an Boden eingebüsst, jedoch kann er sich mit einem Sieg wieder in Position bringen. Allerdings dürfen seine schärfsten Kontrahenten das Rennen nicht unter den besten drei beenden, ansonsten Niederbergers Punkte nicht fürs Gesamtpodium reichen.
Ebenfalls zum letzten Mal in dieser Saison gibt es die berühmte Kamerafahrt von «Gstaad-Scott»-Teammanager Claudio Caluori.
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