Forster pumpt zum Schweizer Meistertitel
Nach dem Start sind es sechs Fahrer welche sich bald zur Spitze des Feldes formieren. Bis Ende der zweiten grossen Runde bleiben diese zusammen. Einzig Andrin Beeli schafft fast den Anschluss zu den Führenden. Unter dem Tempodiktat von Andri Frischknecht beginnt die Gruppe zu bröseln und Fabian Pauman, Marcel Guerrini, Severin Sägesser und Florian Chenaux fallen ab. Einzig Frischknechts Trainingspartner Lars Forster kann das Tempo mitgehen.
Während Frischknecht und Forster vorne unbeirrt ihre Runden drehen, geht Guerrini auf der dritten Position die Kraft aus. Dies hat zu Folge, dass Fabian Paumann vorbeizieht und mit regelmässigen Rundenzeiten die Bronzemedaille ansteuert. In der letzten Runde zieht auch Beeli an Guerrini vorbei, kann aber nach vorne nichts mehr ausrichten. Die letzte Runde ist auch für die beiden Führenden sogleich die Schnellste des gesamten U23-Rennens, denn Frischknecht haut eine Attacke raus, um Forster abzuhängen. Tatsächlich geht diese Taktik bis kurz vor dem Ziel auf. Forster holt jedoch im Pumptrack vor dem Ziel auf und kann mit dem Schwung Frischknecht noch den Sieg absprinten. «Ich habe mich sehr gut gefühlt und die feuchte, nicht allzu warme Witterung hat mir auch gepasst. Mein Rennen lief ziemlich nach Plan, obwohl mein Angriff zwei Runden vor Schluss ins Leere ging. Andri hat mich danach kurz abgehängt. Gegen Ende konnte ich aber wieder aufschliessen und dann den Sprint für mich entscheiden – ich bin überglücklich mit dem Titel», freut sich Lars Forster. Andri Frischknecht hingegen, ist ein wenig enttäuscht wie das Rennen für ihn ausging: «Das Rennen ist für mich am Ende nicht gut gelaufen. Eigentlich hätte ich den Vorsprung in der letzten Runde halten sollen, aber Lars kam wieder heran. Im Sprint habe ich gegen ihn leider keine Chance».
Colombo holt Titel ins Tessin
Nie zuvor konnte sich ein Fahrer aus dem Südkanton das Schweizermeistertrikot überstreifen lassen. Im solthurnischen Lostorf ändert sich das nun. Der 17-jährige Colombo machte schon über die ganze Saison hinweg mit Spitzenleistungen auf sich aufmerksam und erarbeitete sich so die Favoritenrolle. An den Schweizermeisterschaften bei den Junioren drückt Filippo Colombo vom Start weg aufs Gas und setzt sich zusammen mit Noah Blöchlinger ein wenig ab.
Blöchlinger geht jedoch bald darauf ein und fällt auf Position drei zurück. Der Tessiner ist nun auf sich allein gestellt und steuert ein einsames Rennen an. Nach sechs absolvierten Runden feiert Colombo seinen Sieg, zwölf Sekunden vor Ramon Lauener, der zwischenzeitlich nur knapp sechs Sekunden hinter dem neuen Schweizermeister lag. «Ich habe mich gut auf das Meisterschaftsrennen vorbereitet und war sehr motiviert und überzeugt, dass ich das Rennen gewinnen kann. Bald nach dem Start konnte ich mich absetzen und diesen Vorsprung bis am Schluss verteidigen», gibt Colombo zu Protokoll. Hinter Lauener fährt der Romand Sandro Trevisani zur Bronzemedaille.