Frischer Druck am Bremshebel
Technisch setzt Brembo auf einen Vierkolben-Bremssattel mit 18-mm-Kolben in Kombination mit einem 9-mm-Hauptzylinder. Dazu kommen Stahlflex-Leitungen sowie Bremsscheiben mit 2,3 mm Stärke, die im Vergleich zu vielen etablierten Systemen mehr Material für Wärmeaufnahme bieten. Ziel ist eine möglichst konstante Performance auch bei langen Abfahrten und hoher thermischer Belastung.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Anpassbarkeit. Neben der Hebelweite lässt sich auch der Druckpunkt regulieren, ebenso die Hebelübersetzung in mehreren Abstufungen. Damit kann die Charakteristik der Bremse je nach Vorliebe und Einsatzbereich variiert werden – von eher progressiv bis direkt. Entwickelt wurde die GR-PRO unter anderem im Downhill-Weltcup.
Brembo positioniert das System im oberen Preissegment. Mit dem Einstieg eines etablierten Motorsport-Zulieferers erweitert sich das Angebot im High-End-Bremsenmarkt – und dürfte den Wettbewerb in diesem Bereich beleben. Für moderne Gravity-Bikes und E-Bikes kommt ein massiver ausgelegtes Bremssystem wie gerufen.