G-Boxx: Offener Standard für Getriebe-Bikes
Getriebebikes sorgen immer wieder für Aufsehen, egal ob sie von Nicolai, Honda oder Brooklyn Machine Works stammen: Dabei wird «nur» eine Technologie aufs Bike adaptiert, die bei Motorrädern schon lange die Regel ist. Oder habt ihr schon einmal ein Motocross-Schaltwerk gesehen? Eben?
Die Integration der Gänge in den Rahmen erlaubt es, mehrere Vorteile zu verbinden: Der Antrieb ist fast wartungsfrei, die Kette lässt sich bombensicher führen und die ungefederte Masse verringert sich, was für ein sensibles Ansprechverhalten sorgt. Zudem kann die Kette perfekt durch den Drehpunkt der Hinterbau-Schwinge gelegt werden, um Antriebseinflüsse zu eliminieren, und auch das Gewicht der rotierenden Massen verringert sich: Ein spürbarer Vorteil beim Beschleunigen.
Kleine Stückzahlen und ein hoher Fertigungsaufwand sorgten bisher dafür, dass Getriebebikes wie diejenigen von Nicolai und Brooklyn Machine Works teure Exoten oder Prototypen blieben, wie im Falle von GT. Das soll die nun aufgeschaltete Website ändern: Wenn eine Standardisierung der Einbaumasse für die Getriebe-Einheiten ? oft findet die Speedhub von Rohloff mit ihren 14 Gängen Verwendung ? gelingt, dürften die Produktionskosten pro Rahmen sinken. Zudem wird es auch für andere Produzenten verlockender, sich an die Konstruktion eines Getriebebikes zu wagen.