Gehrig beendet Enduro-Saison doppelt auf dem Podium
Bereits zum vierten Mal ist der italienische Küstenort Finale Ligure die Austragungsstätte des finalen Rennens der Enduro-World-Series – und auch zum vierten Mal perfekte Ort für einen Saisonabschluss. Bevor dies aber soweit ist, gilt es auf den vielseitigen Trails um Finale nochmals alles zu geben. Am meisten zu geben, hatte Martin Maes. Der erst 19-Jährige fährt auf allen drei Etappen des ersten Renntages jeweils die schnellste Zeit, und auch am zweiten Renntag brilliert der Belgier bei der ersten Prüfung. Danach gerät der GT-Fahrer etwas in Rücklage – jedoch ohne zu viel von seinem Vorsprung auf Serie-Leader Richie Rude einzubüssen. Somit gewinnt Maes sein erstes Rennen der Enduro-World-Series, nachdem er bereits als 16-Jähriger bei der World-Series-Premiere in Punta Ala (ITA) die Elite mit dem vierten Rang aufgemischt hatte.
Hinter Maes bestätigt Richie Rude (Yeti / Fox) seine starke Saison mit dem zweiten Rang, Dritter wird der Franzose Nico Lau (Cube). Als erster Schweizer Endurist klassiert sich René Wildhaber auf Rang 27 – bei der hohen Leistungsdichte wiederum ein starkes Resultat, aber wohl nicht des Trek-Fahrers Vorstellungen entsprechend. Immerhin, mit der elftbesten Fahrzeit auf der sechsten Etappe, zeigt Wildhaber, dass noch immer mit ihm zu rechnen ist. Gusti Wildhaber (Cube) zeigt beim Finale erneut eine ansprechende Leistung und beendet das Rennen auf dem 36. Rang. Etwas zurück auf Rang 41 liegt Ludo May (Canyon) und gleich dahinter Maxime Chapuis (Santa Cruz), der bei seinem ersten Rennen der Enduro-World-Series gleich den guten 42. Rang belegt.
Gehrig mit dem doppelten Podest
Bei den Frauen stand Cecile Ravanel (Commençal) schon vor dem letzten Rennen in Finale als Gesamtsiegerin fest. Trotzdem lässt sie auch dieses Mal nichts anbrennen und holt sich den siebten von acht Rennsiegen. Wie so oft in dieser Saison steht die flinke Französin Isabeau Courdurier (Sunn) an zweiter Position, holt sich aber einen Etappensieg. Auf dem dritten und fünften Gesamtrang und mit der Enttäuschung von Valberg steigen Anita und Carolin Gehrig (Ibis) ins Rennen und liegen nach dem ersten Tag auf den Plätzen sechs und sieben, dicht hinter dem Podium. Dieses im Fokus können die beiden Zwillingsschwestern am zweiten Renntag stark an Boden gut machen und überfahren nach sieben Abfahrtsetappen die Ziellinie in Finale als Dritt- und Viertplatzierte. Wiederum ein starkes Rennen zeigt auch Nathalie Schneitter. Zwar startet die Cross-Country-Spezialistin nicht gut und liegt nach dem ersten Tag nur auf Rang 18. Am zweiten Renntag kann Schneitter aber an Boden gut machen, was ihr den zwölften Schlussrang einbringt.
Gesamtwertung bleibt unverändert
Bei den Männern wie auch bei den Frauen steigt die Spannung um die Gesamtwertung nochmals. Jedoch wären im letzten grosse Differenzen nötig, um die Podiumsplätze nochmals aufzumischen. Dank dem soliden Abschneiden von Rude (2.), Oton (4.) und Clementz (12.) bleibt das Podest bei den Männern unverändert. Der unglückliche Vierte ist Martin Maes, dem einen Rennen und somit die Grundlage für das Podium fehlt.
René Wildhaber beendet die Enduro-Saison mit zwei Rennen weniger auf dem Zähler auf dem 30. Rang. Als zweiter Schweizer klassiert sich Ludovic May auf dem 37. Schlussrang, Gusti Wildhaber auf dem 62.
Wie schon erwähnt, holt sich Cecile Ravanel vorzeitig den Titel. Spannender wird es um die Plätze zwei bis fünf, wobei auch hier nur grosse Resultatunteschiede zu einer Veränderung im Klassement führen würde. So bleibt Isabeau Courdurier auf dem zweiten Rang und Anita Gehrig festigt mit ihrem zweiten World-Series-Podestplatz ihren dritten Rang in der Gesamtwertung – übrigens der erste Schweizer Podestplatz in Enduro-World-Series-Gesamtwertung überhaupt. Carolin Gehrig ist nahe dran, noch den Sprung auf Rang vier zu schaffen. Doch rappelt sich Ines Thoma nach ihrem verkorksten ersten Renntag auf und fährt noch auf Rang neun vor. Somit bleibt Carolin auf dem ebenfalls hervorragenden fünften Gesamtrang, der für die Ibis-Fahrerin einen riesigen Sprung gegenüber vergangenem Jahr ist.
2017 Start in Downunder
Wie die vergangenen Jahre startet Enduro-World-Series auch im kommenden Jahr im Herbst – nämlich in Rotorua auf Neuseeland und auf der australischen Insel Tasmanien. Dort finden am 25. / 26. März und am 08. / 09. April die ersten zwei Rennen der Weltserie statt. Für die dritte und vierte Runde geht es wieder auf Inseln: Madeira am 13. / 14. Mai und Irland am 28. Mai stehen auf dem Programm. Und auch in der Enduro-Nation Frankreich – am 01. / 02. Juli in Millau – wird wieder einen Rennen ausgetragen. Danach geht es für die sechste und siebte Runde nach Aspen und Whistler. Der Abschluss der Enduro-World-Series 2017 findet dann traditionsgemäss in Finale Ligure statt.
Resultate
www.enduroworldseries.com/wp-content/uploads/2016/10/Enduro-World-Series-men.pdf
www.enduroworldseries.com/wp-content/uploads/2016/10/Enduro-World-Series-women.pdf
www.enduroworldseries.com/2016-results