Giger und Gujan starten mit Prolog-Sieg ins Cape Epic
Die zwölfte Ausgabe des legendären Mountainbike-Etappenrennens «Cape Epic» ist wiederum hochkarätig besetzt. Nebst den üblichen Verdächtigen ist in diesem Jahr auch eine neue Paarung unter den Hochkarätern. Die Rede ist von Fabian Giger und Martin Gujan die als Team Novus-OMX-Pro starten. Wegen ihres Cross-Country-Backgrounds werden die zwei Eidgenossen auch als Mitfavoriten auf der 20 Kilometer kurzen Prologstrecke gehandelt.
Giger und Gujan starten mit der Startnummer 23 rund 25 Minuten vor den Topfavoriten. Nach 46.18 Minuten kommen die beiden klar mit der Bestzeit zurück. Erst Christoph Sauser und sein tschechischer Teampartner Jaroslav Kulhavy sind auf den ersten fünf Kilometern schneller, müssen dann aber das Tempo drosseln. «Das war ein hartes Stück für mich. Ich hatte in den Aufstiegen ziemlich zu kämpfen», resümiert Sauser. Am Ende liegen die beiden knapp 24 Sekunden hinter den Siegreichen Schweizern und gut fünf Sekunden hinter den zweitplatzierten Platt und Huber. «Wir haben das keinesfalls erwartet. Wir sind deshalb umso glücklicher über den Sieg», freut sich Fabian Giger.
Der Prolog bringt noch keine Vorentscheidung. Platt und Huber sowie Sauser und Kulhavy liegen auf Schlagdistanz zu Giger und Gujan. Vor allem besitzen die erstgenannten Teams mehr Epic-Erfahrung als die Prologsieger. Der Titelverteidiger Kristian Hynek (CZE) und sein Partner Alban Lakata (AUT) büssen mit gut 50 Sekunden Rückstand etwas mehr Zeit ein. Zeit die den Mitfavoriten im Kampf um den Gesamtsieg fehlen dürfte.
Fabian Giger und Martin Gujan während dem Prolog und später zuoberst auf dem Podest. Foto© Ewald Sadie/Cape Epic/SPORTZPICS
Sieg und Rang drei für zwei Schweizerinnen
Die in Südafrika wohnhafte Schweizerin Ariane Kleinhans und ihre Team-Partnerin Annika Langvad (DEN) starten als Titelverteidigerinnen in den Prolog. Obwohl sie dem stärksten Fahrerfeld seit vielen Jahren gegenübertreten, legen Kleinhans und Langvad eine überzeugende Vorstellung in den südafrikanischen Staub. Trotz eines kurzen «Verfahrers» erreichen die beiden das Ziel mit weit über drei Minuten Vorsprung vor der überraschenden Paarung Jennie Stenerhag (SWE) und Robin Lee de Groot (RSA). «Wir wollten möglichst schnell die Führung übernehmen, was uns offensichtlich sehr gut gelungen ist», sagt Annika Langvad.
Unmittelbar dahinter wird es eng. Denn mit nur gerade elf Sekunden Rückstand auf Stenerhag/Lee de Groot erreichen Milena Landtwing (SUI) und Hielke Elferink (NED) Rang drei. Rund eine Minute vor Esther Süss (SUI) und ihrer belgischen Partnerin Alice Pirard haben Landtwing und Elferink schon mal ein kleines Polster für die anstehenden Renntage. «Wir sind happy mit dem dritten Rang – ja sogar überrascht. Denn aus technischer Sicht war die Etappe nichts Spezielles», erklärt Milena Landtwing.
Die Spitzenpaarung Gunn Rita Dahle-Flesjaa (NOR) und Kathrin Stirnemann beenden den Prolog auf Rang sieben. Informationen zufolge hatte Stirnemann im Vorfeld mit Magenproblemen zu kämpfen.
Ariane Kleinhans und Annika Langvad in überlegener Manier zum Prologsieg. Foto© Ewald Sadie/Cape Epic/SPORTZPICS
Ausblick Etappe 1, Oak Valley Wine Estate - Oak Valley Wine Estate
Auf die Cape-Epic-Teilnehmer wartet sogleich die höhenmeterreichste Etappe. Auf 113 Kilometer sind 2'800 Höhenmeter zu bewältigen. Nach rund 20 Kilometer leicht ansteigender Anfahrt stellt sich den Fahrern das Haupthindernis, der Groenlandberg, in den Weg. Dieser könnte bereits eine Vorentscheidung auf den Tagessieg herbeirufen. Denn den Weiterverlauf der ersten Etappe ist mit seiner coupierten Charakteristik und den drei weiteren knackigen Anstiegen prädestiniert um vom Feld auszureissen.