Grosser Verlust für die Downhill-Szene – Smith stirbt nach Motorradunfall
Die Mountainbike-Szene trauert erneut um ein Familienmitglied. Dieses Mal ist es der Kanadier Steve Smith der mit 26 Jahren viel zu früh aus dem Leben scheidet. Smith machte im Alter von 14 Jahren auf sich Aufmerksam als er bei Rennen selbst den gestandenen Profis einheizte. Nicht zuletzt dank der Unterstützung seiner Mutter avancierte er zum Weltklasse-Downhill-Fahrer. Im Wissen, dass er ohne sie wohl nie so weit gekommen wäre, rief er Eltern auf, ihre Kinder nach Kräften zu unterstützen, ihre Träume zu verfolgen.
Smith wurde zum Idol für alle bikenden Kids in Kanada, bald aber auch über die Landesgrenzen hinaus. Smith galt in Kanada bereits als lebende Legende – eine zum anfassen, freundlich und immer für seine kleinen und grossen Fans da. Selbst wenn ein wichtiges Rennen total in die Hose ging, behielt Smith stets die Ruhe. Seinen Ärger über liess er für sich und fernab von Fans und seinem Team ab.
Letzteres, das Devinci Global Racing Team, stärkte Steve Smith die zwei Jahre nach seinem triumphalen Jahr 2013 den Rücken. Denn Smith hatte mit einigen Verletzungen zu kämpfen und kam nie richtig auf Touren. Abgeschrieben wurde der begnadete Fahrer auch von seinen Fans nicht, und sie behielten recht. Smith kehrte zum Saisonstart in Lourdes aufs Weltcup-Podium zurück – doch ist es sein Letztes.
Dass der schnelle Kanadier mit seinem verschmitzten Grinsen seine letzte Fahrt angetreten hat, schmerzt nicht nur seine Angehörigen. Die Bestürzung unter seinen Fahrerkollegen und Team-Managern ist gross. Wir schliessen mit den Worten von Gabe Fox, dem Team-Manager von Devinci Global Racing: «Heute wir eine grossartige Person verloren, die mich über mich selbst lehrte und viele Weitere beeinflusste. Stevie war ein erbitterter Konkurrent, ein ehrlicher Freund und ein Fahrer, der mich unzählige Male stolz gemacht hat. Ich fühle mich geehrt, ihn so lange als mein Freund haben zu dürfen.»