Haudegen vor Profis bei der E-Tour du Mont-Blanc
Die Schönheit der Umgebung lässt Zuschauer und Athleten die körperlichen Herausforderungen schnell vergessen: Für die Teilnehmer der E-Tour du Mont-Blanc 2020 verdrängte die Freude, diesen extrem harten Test ihrer physischen und technischen Fähigkeiten überstanden zu haben, die Erinnerung an die Strapazen des dreitägigen Rennens.
Insgesamt 19 Teams traten auf den Wegen rund um das Mont-Blanc-Massiv gegeneinander an. 300 Kilometer Distanz und 16.000 Höhenmeter hatten sie zu bewältigen. Dabei blieb den E-Bikern kaum Zeit, die einzigartige Umgebung zu geniessen. Sie starteten am 12. August 2020 um 7.00 Uhr morgens in Verbier in Richtung Courmayeur. Von dort ging es am nächsten Tag weiter nach Chamonix-Les Houches. Am dritten Tag führte die Route zurück nach Verbier. Nach dieser anstrengenden Tour durch drei Länder wurden Nadine Sapin (FRA) & Léa Deslandes (FRA) bei den Damen sowie Florian Golay (SUI) & Olivier Grossrieder (SUI) bei den Herren zu den Siegern gekrönt.
Das französische Duo gewann vor den Titelverteidigerinnen, der E-Mountainbike-Weltmeisterin Nathalie Schneitter und Tracey Moseley. Auf dem dritten Platz landete das britisch-schweizerische Duo mit Hannah Barnes und Daniela Michel.
Bei den Männern mussten sich die Enduro-Profis Gusti Wildhaber (SUI) und Zakarias Johansen (SWE) von dem schnellen Westschweizer Duo Golay/Grossrieder beugen. Der frühere italienische Olympia-Medaillengewinnen Marco Fontana fährt mit seinem Partner auf Rang drei.
Die Vorjahressieger Golay und Grossrieder hatten in zwei der drei Etappen den ersten Platz belegt. Sapin und Deslandes beeindruckten mit einer herausragenden Leistung und ließen damit die Vorjahressiegerinnen Nathalie Schneitter (SUI) & Tracy Moseley (GBR) hinter sich. Nadine Sapin hatte 2019 als Mitglied des einzigen gemischten Männer-Frauen-Teams, das damals an der Veranstaltung teilnahm, den vierten Gesamtplatz erreicht.