Hunziker Elfter an der Red Bull Rampage | Ride MTB

Hunziker Elfter an der Red Bull Rampage

Der Kyle Strait gewinnt zum zweiten Mal die «Red Bull Rampage». Mit einer flüssigen Fahrt, gespickt mit grossen Spüngen und Stil vermag der 26-Jährige die Jury zu überzeugen. Ramon Hunziker steigert sich gegenüber dem Vorjahr massiv und belegt den hervorragenden elften Rang.

Der bedeutendste Mountainbike-Freeride-Wettkampf «Red Bull Rampage» in Virgin (USA) bringt bei den Zuschauern erneut das Blut zum stocken. Nahezu unfahrbare Abfahrtslinien, riesige, unvorstellbare Sprünge über welche die Athleten waghalsige Tricks zeigen, versetzen die Grenzen des Möglichen im Mountainbike-Sport. Der Amerikaner Kyle Strait gewinnt nach seinem Sieg im Jahr 2004, zum zweiten Mal die «Rampage». Ausschlaggebend für seinen Triumph ist sein Sprung vom höchsten Drop, wo er einen «Suicide Nohander», bei dem er beide Hände vom Lenker und hinter den Rücken nimmt, springt und perfekt landet.

Cameron Zink ist einer der grossen Favoriten auf den Sieg. Er macht seinen Ambitionen Ausdruck indem er sich mit einem Rückwärtssalto den grossen «Oakley Sender», den grössten Drop springt. In Sicherheit gewägt, begeht Zink einen grossen Fehler. Statt die restlichen Sprünge zu nutzen, fährt der Amerikaner lässig ins Ziel und erfährt kurz darauf die Ernüchterung als ihn die Punkterichter auf Rang zwei einstufen. Die Chance, den zweiten Lauf besser zu gestalten bleibt Zink ebenfalls verwehrt. Der stark aufkommende Wind veranlasst die Organisatoren den zweien Lauf abzubrechen und nur den ersten zu werten.

Zink rutscht sogar noch einen Rang zurück. Der Neuseeländer Kelly McGarry startet im ersten Lauf als letzter der 25 «Rampage»-Teilnehmer. McGarry zeigt bereits im technischen Gelände einen Rückwärtssalto. Kurz darauf springt er als einziger Fahrer einen Rückwärtssalto über das 22 Meter weite «Canyon Gap». Die Punkterichter belohnen den Neuseeländer mit dem dem zweiten Rang.

Unter der Schweizer Fangemeinde wird es laut als Ramon Hunziker auf den Kurs geschickt wird. Hunziker der im vergangenen Jahr 16. wurde, fährt eine steile und technisch anspruchsvolle Linie. Auf den riesigen Sprüngen verzichtet der Thuner auf Rotationen und setzt vielmehr auf einen sauberen Stil. Diese Taktik bringt ihn bis auf den elften Rang. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass Hunziker die Qualifikation knapp als Zwölfter geschafft hat. Da die besten zwölf Fahrer aus dem Vorjahr jeweils für den Finaldurchgang vorqualifiziert sind, haben weitere dreizehn Fahrer die Möglichkeit sich für diesen zu qualifizieren.

Bei einem derart extremen Wettkampf sind auch Stürze nicht weit weg. So mussten einige Athleten das Wettkampfgelände mit Hirnerschütterungen oder auf der Trage verlassen. Trotz der Schwierigkeit dieses Wettkampfs ist es jedoch erstaunlich, dass keine schwereren Unfälle passieren.