Indergand verliert Gesamt-Podestplatz
Reto Indergand büsst seine Chancen auf den Podestplatz im Gesamtklassement durch einen Sturz in der ersten Runde ein. Er ist gut gestartet, doch das Missgeschick kostet ihn viele Positionen. Am Ende der ersten Runde ist er schon wieder an 13. Position, doch gegenüber den Top fünf hat er entscheidenden Boden verloren. «In der ersten Runde zu stürzen ist immer schlecht. Ich konnte dann zwar noch aufholen, aber die Lücke nach vorne war zu gross», erklärt Indergand. Rang sechs hätte er benötigt, um noch Dritter, respektive Zweiter zu werden, denn der Franzose Hugo Drechou und der Niederländer Michiel van der Heijden weisen am Ende beide fünf Punkte mehr auf als Indergand. «Schade, dass es nicht gereicht hat, aber es ging mir heute auf jeden Fall besser als an den Weltmeisterschaften», sagt Indergand.
Zweitbester Schweizer wird Marc Stutzmann. Der Berner hat in der Startphase viel Pech, als er in einen Sturz verwickelt wird und nahezu als Letzter das Rennen aufnimmt. «Am langen Anstieg habe ich immer viel überholt, ich bin jedenfalls ganz zufrieden mit meiner Leistung», sagt Stutzmann, der sich noch auf dem beachtlichen 13. Rang klassiert.
Im Kampf um den Gesamtsieg wird es kurz noch einmal eng, als Markus Schulte-Lünzum in der zweiten Runde, rund 20 Sekunden in Führung liegend, in einer Wiesenpassage einen Defekt einfährt und auf Platz 16 zurückfällt. Er kämpft sich aber rasch auf den elften Rang nach vorne, der dem zweifachen Saisonsieger genügt, um den ersten deutschen Gesamt-Weltcupsieg im Cross-Country festzumachen. Nach Schulte-Lünzums Defekt übernimmt U23-Europameister Jordan Sarrou die Spitze und gibt sie nicht mehr her. Anton Cooper (NZL) wird Zweiter vor Michiel van der Heijden (NED).