Kommt jetzt das Kabellos-Bike? | Ride MTB

Kommt jetzt das Kabellos-Bike?

Ist der ewige Kabelsalat am Bike endlich vorbei? An der Bike-Messe in Taiwan wurde der Prototyp einer Kabellos-Vario-Sattelstüze vorgestellt. Die Hersteller gehen aber bereits weiter. Sram tüftelt an einer Kabellos-Elektro-Schaltung derweil Magura bereits ihr Kabellos-Federungssystem vorgestellt hat.

Über die Teleskop-Stütze von Kind Shock konnte noch nicht viel in Erfahrung gebracht werden. Die Funktionen werden die gleichen wie bei den bereits erhältlichen Sattelstützen aus dem Hause Kindshock sein. Die Anlenkung der Ventile erfolgt über einen piezoelektrischen Motor. Die Verbindung zur Fernbedienung am Lenker über das NFC System. Dieses wird vor allem im Datenaustausch von Tablets und Handys benutzt. Am bekanntesten ist sicher der bargeldlose Zahlungsdienst via Smartphone.

 

ksride

Das elect System von Magura lässt nicht nur die kabellose Anpassung der Federungseigenschaften zu, sondern gleicht sich auch automatisch dem Untergrund an. Mit der am Lenker befestigten Fernbedienung, lassen sich sowohl Dämpfer als auch Federgabel auf den manuellen Modus wechseln oder selbständig Veränderungen vornehmen. Über den ANT+ Modus bleiben die 3 Kompenenten jederzeit miteinander verbunden. Das System hat sich bereits mehrfach bewährt, zum Beispiel am Einsatz der Garmin-Kompenenten.

 

magura

Ebenfalls noch nicht spruchreif ist das kabellos-elektro-Schaltsystem von Sram. Anfangs Jahr an einzelnen Rennrädern an einer Pro-Tour Veranstaltung in Australien gesichtet, sind die ersten Bilder aufgetaucht. Die drei Hauptkompenenten Schaltgriff, Umwerfer und Schaltwerk werden jeweils von einer eigenen Batterie gespeist. Das System kommuniziert über eine Art Wlan-Verbindung miteinander. Somit ist eine Übertragungsreichweite von zirka 50 Metern gewährleistet, sprich eine problemlose Wartung und Neuprogrammierung ebenfalls kabellos gewährleistet. Ob und wann die geplante Schalteinheit aufs Mountainbike adaptiert wird ist leider noch nicht bekannt.

 

SRAM

Vieles spricht für eine kabellose Montage der verschiedenen Kompenenten. Sicher der ästethische Aspekt, die mühsame Erstinstallation der Kabel oder die kleinere Anfälligkeit an Defekten. Dafür wird die Problematik der verschiedenen Batterien aufkommen, ein einheitliches System ist noch nicht absehbar. Die Gefahr vor einer Biketour zuerst die Batterien laden zu müssen wird dann eher nerven, als die unästethisch verlegten Kabel am Bike.