Marathon-Ass Lukas Buchli zieht den Hut aus dem Ring
«Der Kreis schliesst sich», sagt Lukas Buchli in seiner Video-Botschaft. Denn sein Sieg an der der Eiger-Bike-Challenge in Grindelwald im Jahr 2006 war für ihn ein wegweisender Moment: Buchli entscheid sich auf die Karte Sport zu setzen. Genau neun Jahre später, wieder in Grindelwald, gewinnt der Bündner hier zum zweiten Mal und gibt darauf seinen Rücktritt bekannt. Die Schweizer Marathon-Szene muss damit, nach Christoph Sauser, einen weiteren grossen Verlust hinnehmen. Zudem gilt Buchli als letzter «Rockstar» der Marathonisti – eine Persönlichkeit die im Sport fehlen wird.
Zurücktreten wird Buchli aber nicht per sofort wie er sagt: «Ich freue mich extrem auf die restlichen Rennen der Saison und will auch nochmals richtig Gas geben.» Dies ist auch der Grund weshalb das einleiten der beruflichen Zukunft noch etwas warten muss. Denn bis und mit Buchlis letztem Rennen, dem Swiss Epic, gehört die volle Konzentration noch dem Rennsport.
Auch wenn es ihm nie zu einer Weltmeisterschaftsmedaille reichte, gehörte Lukas Buchli zu den grossen im Zirkus und war – und ist noch bis Ende dieser Saison – stets ein gefährlicher Mann für die grossen Klassiker. Er wurde im Jahr 2008 Marathon-Schweizermeister, gewann ein Jahr darauf die Transalp sowie zwei Mal die Schweizer Marathonserie. Zusammen mit Mathias Flückiger durfte Lukas Buchli im Herbst 2014 einer seiner grössten Erfolge feiern: den Sieg am ersten Swiss Epic, gegen eine unglaublich hochkarätige, internationale Konkurrenz.
Foto 1: Lukas Buchli und sein Hut – ein Bild das die Marathon-Podeste prägte. 2+3: Anfang und Ende – Buchlis erster sowie zweiter und letzter Sieg in Grindelwald. 4: Zusammen mit Mathias Flückiger holt Buchli beim Perskindol-Swiss-Epic seinen wohl bedeutendsten Sieg. 5: Rock'n'Roll – bis Ende Saison will Lukas Buchli nochmals richtig Gas geben.