Neff holt dritten U23-Weltmeistertitel | Ride MTB

Neff holt dritten U23-Weltmeistertitel

Jolanda Neff holt im Cross-Country ihren dritten U23-Weltmeistertitel. Linda Indergand macht dieses Glanzrennen mit der Bronzemedaille perfekt. Silber geht an Margot Moschetti. Ramona Forchini und Andrea Waldis komplettieren die starke Teamleistung mit den Rängen neun und zwölf.

Das erwartete Duell zwischen Jolanda Neff und Pauline Ferrand Prevot ist nur in den ersten beiden Runden zu sehen. Neff geht in Führung, ihre Liv-Teamkollegin aus Frankreich kommt zurück, übernimmt selbst die erste Position, muss sie jedoch vor der Abfahrt zum Ziel hinunter wieder an Neff abgeben. «Diese Abfahrt war dann entscheidend», meint Jolanda Neff später. Auf eine ganz spezielle Weise. Wie schon bei der Europameisterschaft in St. Wendel 200 Meter vor dem Ziel, kommt es zu einem Zwischenfall. «Ich bin gestürzt, in einer Kurve einfach weggerutscht», erzählt Neff. Die Französin rutscht in sie hinein und beiden fällt die Kette herunter. «Ich habe sie dann schneller wieder drauf gekriegt», sagt Neff und lacht: «Das war die Revanche für die Europameisterschaften.» Im Juni war Ferrand Prevot nach dem Sturz schneller wieder auf dem Bike.

Von da an baut Neff ihren Vorsprung immer weiter aus und er beträgt bereits 45 Sekunden als Anfang der vierten Runde bei der zweifachen Elite-Weltcupsiegerin Ferrand Prevot die Kette reisst. Sie rennt zur Technischen Zone, lässt sich binnen einer Minute eine neue Kette auflegen, doch nach wenigen hundert Metern reisst der Antrieb erneut.

Die Mitfavoritin beendet das Rennen mit großem Kampfgeist noch auf Rang acht. Jolanda Neff fährt sicher zum dritten Gold in der U23-Kategorie. Und jubelt als wäre es ihre erste: «Unglaublich. Zum dritten Mal. Unbeschreiblich, traumhaft», kommt es im Ziel aus ihr heraus.

Das Pech von Pauline Ferrand Prevot eröffnet Linda Indergand die Möglichkeit nach einer Medaille zu greifen. Sie kann dem Anfangstempo nicht folgen, lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. «Unser Trainer hat gesagt, dass das Rennen am Schluss entschieden wird», erklärt Indergand. Sie kommt dann stärker auf und gemeinsam mit der schlecht gestarteten Französin Margot Moschetti fährt sie an der Ukrainerin Yana Belomoina vorbei. Als sie in der vom zweiten Kettenriss bei Ferrand Prevot profitieren und auf die Medaillenränge fahren. «Erst dann habe ich an eine Medaille geglaubt. Ich wollte eine Medaille erreichen, aber ich habe die anderen das ganze Jahr noch nicht geschlagen. Deshalb war das Ziel sicher hoch gesteckt», so die Junioren-Weltmeisterin des Jahres 2010, die nach Sprint-Silber die zweite Medaille mit nach Hause nimmt.

Ramona Forchini wird mit 5:40 Minuten Rückstand Neunte. Sie fährt ein grundsolides Rennen und kann am Ende noch zulegen als sie sich um zwei Ränge verbessert.

Andrea Waldis komplettiert als Zwölfte ein starkes Mannschaftsresultat der Eidgenossen.

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