Neff und Indergand holen Edelmetal
Paul van der Ploeg, «The Animal» wie er vom österreichischen Weltcupleader Daniel Federspiel scherzhaft genannt wird, hat sich dieses Jahr im Weltcup rar gemacht. Doch der Australier überrascht Europameister Federspiel und verweist diesen auf Rang zwei. Bronze geht an den Argentinier Catriel Soto. Titelverteidiger Ralph Näf muss sich im Achtelfinale der starken Konkurrenz beugen. «Die gehen am Start ab wie eine Kanone. Die Disziplin hat sich sehr verändert, da bin ich mit meinen 33 Jahren vielleicht nicht mehr schnell genug», sagt Näf.
Besser ergeht es Marcel Wildhaber. Dieser ist sogar froh überhaupt das Halbfinale zu erreichen. So bekommt er es im Viertelfinale mit Fabrice Mels (BEL), Simon Gegenheimer (GER) und Catriel Soto zu tun, die beim Weltcup in Andorra alle auf dem Podest gestanden sind. Trotz der starken Gruppe wirft Wildhaber, Mels und Gegenheimer raus und kommt somit eine Runde weiter. Im Halbfinale verpasst er dann um einen Rang den Einzug ins grosse Finale. «Den Kraftakt im Viertelfinale habe ich Halbfinale ziemlich gespührt», bekennt Wildhaber. Im kleinen Finale kann sich der Schweizermeister immerhin noch den zweiten Platz und somit den sechsten Schlussrang sichern. «Das ist die Region, in der ich mich schon die ganze Saison bewege. Mit dem sechsten Rang bin ich auf jeden Fall zufrieden», sagt Wildhaber.
Erfolgreiche Schweizerinnen
Jolanda Neff erreicht nach ihrer Bestzeit im Qualifikationslauf souverän das Finale. Auch Linda Indergand setzt sich durch, was bemerkenswert ist. Die Junioren-Weltmeisterin des Jahres 2011 hat von ihren Stürzen im Cross-Country-Rennen einige Prellungen und ein schmerzender Ellbogen davon gezogen. Im Finale beweist sich dann Alexandra Engen wieder als beste Sprinterin. Sie durchkreuzt auf der Startgerade das bisherige Vorgehen von Neff und geht als erste in die erste enge Kurve. Engen gibt ihre Führung nicht mehr ab und verteidigt ihren Eliminator-Weltmeistertitel. Jolanda Neff wird wie schon im vergangenen Jahr Zweite. «Mit Gold und Silber von der WM nach Hause reisen ist ja bestimmt nicht schlecht. Ich darf mich nicht beklagen. So kann ich nächstes JArh noch etwas verbessern», sagt Neff mit einem grinsen.
Linda Indergand vermag Neff und Engen nicht zu halten, ist aber sehr glücklich mit ihrer Bronzemedaille. In der Flachpassage mit den Steinhindernissen verliert sie etwas zu viel Zeit, um noch einmal an Jolanda Neff heran zu kommen. Die Deutsche Nadine Rieder lässt sie jedoch klar hinter sich. «Die Schmerzen habe ich im Rennfieber vergessen», erklärt Indergand.