Neff und Küng sind die Radsportler des Jahres
Der 21-jährige Stefan Küng gewinnt den Preis für den besten Schweizer Radsportler des Jahres 2015. Im Februar hatte der junge Thurgauer den Bahn-Weltmeistertitel in der Einzelverfolgung über vier Kilometer bei der Elite gewonnen. Eine starke Strassensaison folgte, bis ein schwerer Sturz auf der zwölften Etappe des Giro d'Italia Küng zu einer langen Genesungspause zwang. Er kam zurück, stärker als zuvor, und wurde in Richmond (USA) Weltmeister im Mannschaftszeitfahren mit dem BMC Racing Team. Zudem gewann Küng in Grenchen Gold an den Bahn-Europameisterschaften in der Einzelverfolgung und EM-Silber in der Mannschaftsverfolgung.
Konsolidierung bei Neff
Mit dem Wort exzellent lässt sich die Saison der Sankt Gallerin Jolanda Neff beschreiben. Die 22-Jährige konnte nach 2014 erneut den Cross-Country-Gesamtweltcup der Elite für sich entscheiden. Neff sicherte sich zudem Gold an den Mountainbike-Europameisterschaften im italienischen Chies d'Alpago sowie Gold an den European Games in Baku. Ihre Teilnahme an den Marathon-Europameisterschaften in Singen (GER) beendete sie mit dem zweiten Rang.
Sowohl das Publikum als auch die Sportjournalisten sind sich einig und wählen Neff mit gesamthaft 75.65 Prozent der Stimmen zur Radsportlerin des Jahres 2015.
Forchini geht leer aus
Das Rennen beim Nachwuchs macht der junge Bahnspezialist Théry Schir. Zwei Mal Gold sowie zwei Mal Silber gewann er in der vergangenen Saison auf den Rennbahnen Europas. In Athen holte sich der junge Romand den U23-Titel im Omnium und im Madison (zusammen mit Frank Pasche). Zwei Mal Silber gewann er in der Mannschaftsverfolgung an der Elite-Europameisterschaften in Grenchen sowie den U23-Europameisterschaften in Athen.
Ramona Forchinis U23-Weltmeistertitel sowie ihr zweiter Rang am U23-Weltcup in Lenzerheide werden zu wenig honoriert. Scheinbar werden Europameistertitel in den altehrwürdigen Disziplinen noch immer stärker gewertet als Weltmeistertitel im Mountainbikesport.
In der Liste der nominierten Radsportler fehlt mit dem Enduro-Rennsport leider auch eine ganze Disziplin. Obwohl es im Juni 2015 an den ersten offiziellen Enduro-Europameisterschaften mindestens eine für die Awards zählbare Medaille gegeben hat (Masters werden keine nominiert), ist diese im Vorfeld nicht berücksichtigt worden.
Der Wahlmodus
Die Swiss Cycling Awards sind in drei Kategorien unterteilt. Neben den Kategorien Frauen und Männer wird die beste Nachwuchsfahrerin, oder der beste Nachwuchsfahrer geehrt. Während zwei Wochen, vom 23. Oktober bis zum 6. November konnte das Publikum auf www.swiss-cycling.ch abstimmen. Die Stimmen von neun Sportjournalisten, die auf den Radsport spezialisiert sind, wurden ebenfalls ins Voting einbezogen. Publikum und Jury wurden zu je 50 Prozent gewertet. Auf eine Auszeichnung des besten Teams hat Swiss Cycling in diesem Jahr verzichtet und die Athletinnen und Athleten einzeln nominiert.
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