Neff und Vogel siegen auf ihren neuen Bikes | Ride MTB

Neff und Vogel siegen auf ihren neuen Bikes

Jolanda Neff und ihr Landsmann Florian Vogel gewinnen die erste Etappe des 19. Afxentia-Etappen-Rennens. Neff schlägt über die fünf Kilometer die Dänin Annika Langvad um nur 1,8 Sekunden, während Vogel gut 12 Sekunden vor dem Franzosen Stephane Tempier liegt.

«Oh, wow», ruft Jolanda Neff erstaunt, als sie auf die Ergebnisliste schaute. Nur 1,8 Sekunden trennen sie und Annika Langvad nach dem Zeitfahren. «Ich habe mich gut gefühlt, aber im ersten Rennen weisst man nie was das Wert hat», sagt sie lachend und freut sich über ihren ersten Sieg im neuen Stöckli-Team-Outfit. Sie hatte sich sehr spät für einen Start auf Zypern entschieden. «Ich habe meine Vorbereitung um einen Monat nach hinten verschoben, weil der Weltcup erst im Mai beginnt. Aber die Form kam schneller als erwartet. Deshalb hatte ich einfach Lust Rennen zu fahren», erklärt sie dazu.

Annika Langvad erzählt, dass sie, in der Vorbereitung auf das Cape Epic Etappen-Rennen in Südafrika, noch kein intensives Training absolviert habe. «Ich habe an meiner Grundlage gearbeitet, aber ich weiss, dass ich auch schnell sein kann, wenn ich nur Grundlage trainiere. Aber sicher, am Anfang der Saison ist es immer schwierig, weil du keinen Vergleich hast», erklärt die Marathon-Weltmeisterin. «Wenn ich gewusst hätte, wie knapp das ist, hätte ich noch ein paar Sekunden heraus holen können», sagt sie lachend.

Annie Last an dritter Position ist eine kleine Überraschung. Sie verliert knapp 55 Sekunden auf Neff, aber es war ein starker Saisonbeginn für die Britin. Acht Sekunden hinter ihr führt Gunn-Rita Dahle-Flesjaa eine Gruppe von Fahrerinnen an, die sehr nahe beieinander liegen.
Dahle-Flesjaa wird von der eine Minute später gestarteten Langvad passiert und ist dementsprechend vorsichtig im Kommentar ihres Wettkampfs. «Ich bin kein schneller Starter», sagte sie, weist aber darauf hin, dass es quasi ein «historischer Moment» für sie gewesen sei. «Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich auf einem voll gefederten Bike ein Rennen bestritten habe», sagt die neunfache Weltmeisterin.

Kathrin Stirnemann beendet das Zeitfahren auf dem guten sechsten Rang. Auf den Rängen 11 bis 13 folgen mit Linda Indergand, Nathalie Schneitter und Corina Gantenbein realtiv nah aufeinander.

 

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Vom Bike zum Trikot bis zum Inhalt – Swissness pur. ©Armin Küstenbrück / Ego Promotions

Florian Vogel siegt, erfüllt aber die Vorgaben des Team-Managers nicht
Mit einem eindrucksvollen Rennen, landet Florian Vogel seinen ersten Etappensieg auf Zypern. Dem früheren Europameister gelingt damit das gleiche Kunststück, wie seiner Landsfrau Jolanda Neff: Im ersten Rennen nach seinem Team-Wechsel von Scott-Odlo zu Focus XC, steht er für sein neues Team gleich ganz oben auf dem Podest.

Als er die Ziellinie überquert, ist er noch etwas kritisch. «Ich habe versucht Tempo zu machen, aber meiner Meinung nach, war ich am Anfang zu schnell», erklärt Vogel. «Und ich konnte die Vorgabe meines Team-Managers nicht erfüllen, den vor mir gestarteten Fahrer einzuholen.» Matthias Beck, der damit gemeint ist, lacht und Vogel auch.

Am Ende siegt Vogel zwölf Sekunden vor Stephane Tempier. Der Franzose vom Team BH-Sr-Suntour-KMC scheint sich in guter Form zu befinden. «Ja, es war gut, speziell für den Umstand, dass es die erste intensive Einheit ist. Ich habe alles gegeben und bin dann im Downhill etwas in Schwierigkeiten gekommen», erklärt Tempier. Ebenfalls einen flotten Einstand für sein neues Team hat Fabian Giger mit Rang sechs.

 

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Im Flug zum Etappensieg – Florian Vogel auf seinem neuen Focus. ©Armin Küstenbrück / Ego Promotions

Grant Ferguson vom Team Betch.nl-Superior-Brentjens an dritter Position ist eine kleine Überraschung – einerseits. Andererseits auch nicht. Der Brite zählt noch nicht zu den absoluten Weltklasse-Fahrern, aber er ist bekannt als sehr guter Sprinter.
So kann er die Ziellinie in einer Zeit passieren, die 21,57 Sekunden langsamer ist als die von Vogel und ist damit nur die Winzigkeit von 0,28 Sekunden schneller als der Brasilianer Henrique Avancini und 0,35 Sekunden als der Franzose Maxime Marotte.

Olympiasieger in der Masters-Kategorie
Ein weiterer Olympia-Sieger, der erste in der Geschichte des Mountainbike-Sports, versteckt sich in der Masters-Kategorie. Der Niederländer Bart Brentjens, der inzwischen als Team-Manager seines eigenen Betch.nl-Superior-Brentjens-MTB-Team agiert, entschied sich kurzfristig für einen Start und meldete sich für die Masters-Kategorie. Der 44-Jährige Goldmedaillengewinner von Atlanta im Jahr 1996 und Bronze-Medaillengewinner von Athen im Jahr 2004 liefert eine Zeit von 17:25 Minuten ab und gewinnt die Masters-Kategorie souverän.
Danach gibt er den Fahrern von seinem Team noch ein paar Tipps und macht sich fertig, um als Team-Manager die Technische Zone zu besetzen.

Junioren-Weltmeister Simon Andreassen aus Dänemark kann die Junioren-Kategorie trotz einer Erkältung gewinnen, an der er seit ein paar Tagen leidet. «Ich konnte nicht so schnell sein, wie ich wollte, aber unter den Bedingungen ist es okay», sagt Andreassen. Übrigens: Mit seiner Zeit von 14:39 Minuten wäre er bei den Herren Elfter geworden.

 

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Auf dem besten Weg ein ganz Grosser zu werden – Simon Andreassen beim Start. ©Armin Küstenbrück / Ego Promotions

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