Nino Schurter erneuert seinen WM-Titel | Ride MTB

Nino Schurter erneuert seinen WM-Titel

Nino Schurter verteidigt im südafrikanischen Pietermaritzburg seinen Weltmeistertitel vor Manuel Fumic und Jose Hermida. Julien Absalon kann nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Fabian Giger der anfänglich noch vorne mitmischt, fällt durch einen Sturz zurück und wird 10.

Schurter startet bereits sehr schnell und setzt sich bald einige Meter auf dem knapp fünf Kilometer langen Kurs ab. Hinter ihm reiht sich Fabian Giger an zweiter und Manuel Fumic (GER) an dritter Position ein. Schurters Wiedersacher Julien Absalon (FRA) liegt einige Sekunden zurück. Während Schurter beständig die Spitzenposition hält, schliesst der Spanier Jose Hermida zur Verfolgergruppe auf. Bald darauf ist es Fabian Giger, der in den technischen Passagen Mühe bekundet und immer wieder Löcher zufahren muss.

Manuel Fumic wirft sich mit einem beinahe-Sturz im der Steingarten-Abfahrt vorerst aus der Entscheidung. Somit sind nun Hermida und Giger alleine in der Verfolgung nach Schurter. Der Abstand zu seinen Verfolgern wächst nicht mehr an. Während Hermida das Tempo macht, kann Giger passiv bleiben und sich ziehen lassen. Fumic der Weg vom Fenster schien, hat sich gut gefangen und kämpft sich wieder in die Verfolgergruppe zu Hermida und Giger zurück. Kurz darauf ist es jedoch Giger der in der Abfahrt stürzt und damit auf den fünften Rang zurückfällt.

Manuel Fumic verfolgt nun gemeinsam mit Jose Hermida, Nino Schurter. Trotzdem wird deren Rückstand auf den Bündner wieder grösser. Im Übergang in die sechste Runde liegen die Beider gut 20 Sekunden zurück. Währenddessen büsst Fabian Giger weiter an Boden ein und nimmt die zweitletzte Runde als Zehnter in Angriff. Europameister Absalon kommt nicht mehr an die Medaillen-Positionen heran und bewegt sich an sechster Position.

Schurter scheint nun nicht mehr zu schlagen, bis der 27-Jährige in einer Kurve wegrutscht und stürzt. Ein unangenehmer Sturz der letzten Runde noch für einen Schrecken sorgt. Da der Titelverteidiger aber schnell wieder auf dem Bike ist und ohne Blessuren das Rennen fortsetzen kann, büsst dieser praktisch nichts ein.

Tatsächlich passiert auf dem letzten Streckenabschnitt nicht mehr viel und Nino Schurter darf sich kurze Zeit später zum dritten Mal und zum zweiten Mal in Folge als Cross-Country-Weltmeister feiern lassen. «Ich wollte die erste Runde sehr schnell angehen, weil Julien Absalon da meistens Schwierigkeiten hat», erklärt Schurter. Dieser hat an diesem Tag jedoch mit anderen Dingen zu kämpfen. Absalon hat sich im Training an den Rippen verletzt ist deshalb gehindert Schurter das Rennen schwer zu machen. Im weiteren sagt Schurter: «Dieser Titel ist für mich mehr Wert als derjenige von Saalfelden. Letztes Jahr waren die Olympischen Spiele der absolute Höhepunkt.»

Hinter Schurter freut sich Manuel Fumic über den Gewinn der Silbermedaille sowie sich auch Jose Hermida über seine bronzene Auszeichnung freut. Fabian Giger kann sich halten und beendet das Rennen als Zehnter. «Es hat heute nicht gereicht um vorne mitzufahren. Ich habe alles versucht und gekämpft, aber mehr war nicht drin», sagt Giger.

Florian Vogel kommt nie in Reichweite der ersten zehn und muss sich mit dem 17. Rang begnügen. «Das gewisse Etwas fehlt mir in dieser Saison einfach. Ich bin heute nicht zu schnell gestartet, das kann ich mir sicher nicht vorwerfen», sagt Vogel. Die beiden Martin's, Fanger und Gujan belegen die Ränge 20 und 22. Ralph Näf kommt nicht auf Touren und driftet auf Rang 51 ab. Lukas Flückiger stürzt auf der Startgeraden und kann das Rennen nicht mehr fortsetzen.