Radquer Saisonstart mit Spitzenbiker
Im Hauptrennen vom 15. September wird der Franzose Francis Mourey als Titelverteidiger der grosse Favorit und Gejagte bei den Männern sein. Sein Ziel ist klar. «Ich will gewinnen», zeigt sich Mourey entschlossen. Für den Zweiten des Vorjahres Lukas Flückiger ist erstmals die Teilnahme das erklärte Ziel. Beim Sturz an den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Südafrika trug Flückiger starke Prellungen am Rücken und Knien sowie zwei gebrochene Rippen davon.
Schweizer Meister Julien Taramarcaz könnte für Flückiger in die Bresche springen und die Schweizer Farben aufs Podest führen. Der Walliser meldet seine Ambitionen klar und deutlich an: «Auf der wunderbaren Strecke, die alles beinhaltet was ein grosses Radquer haben muss, bin ich bereit für ein gutes Resultat.»
Der Deutsche Meister Philipp Walsleben, der Italiener Enrico Franzoi, sowie die beiden Schweizer Simon Zahner und Ralph Näf zählen zum breiten Kreis der Herausforderer Moureys.
Bei den Frauen können sich gleich eine Hand voll Fahrerinnen Chancen auf den Sieg ausrechnen, deshalb präsentiert sich die Konkurrenz der Frauen noch offener als bei den Männern. So gibt sich die Titelverteidigerin Marlene Petitgirard (FRA) eher zurückhaltend: «Das Rennen ist deutlich besser besetzt als letztes Jahr. Deshalb wäre ich mit einem Resultat unter den besten fünf zufrieden.» Für Petitgirard gibt es gleich eine Hand voll Favoritinnen. Sie sieht neben der Siegerin des Jahres 2011 Hanka Kupfernagel (GER), auch die Französin Lucie Chainel, die Tschechin Pavla Havlikova, die beiden Belgierinnen Sanne Cant und Ellen van Loy sowie die junge Holländerin Sophie de Boer als Anwärterinnen auf den Sieg.
Grosser Zuspruch bei den Teilnehmern
Das Süpercross Baden wird am Sonntag einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen können. Mit 377 Voranmeldungen wurden in praktisch allen Kategorien die Meldezahlen des Vorjahres deutlich übertroffen. Besonders beim «TCS-Kids-Cross», wo bereits jetzt rund 130 Kinder angemeldet sind, wird mit vielen Nachmeldungen am Renntag gerechnet. So dürfte die Marke der 400 Teilnehmer in diesem Jahr erstmals überschritten werden.
Wechselhaftes Herbstwetter erwartet am Sonntag die Athleten und Zuschauer. Nach zwei Jahren mit warmem Spätsommerwetter werden die meteorologischen Umstände einen direkten Einfluss aufs sportliche Geschehen haben. «Natürlich wünscht man sich als Organisator viel Sonnenschein und warme Temperaturen. Aber aus sportlicher Perspektive werden die feuchten Bedingungen noch spannendere Rennen sorgen. Im technischen Bereich wird die Strecke noch höhere Anforderungen an die Athleten stellen», zeigt sich OK-Präsident Christian Rocha sogar leicht erfreut über die neue Ausgangslage.