Radquer Weltmeisterschaften: Wie der Papa so der Sohn
Wie schon am Weltcup-Finale in Hoogerheide (NED) wartet Mathieu van der Poel mit einem Blitzstart auf. An diesem als Sieger gefeiert, zieht van der Poel auch am Weltmeisterschaftsrennen in Tabor durch. Einzig der Holländer Lars van der Haar kommt seinem führenden Landsmann in Runde fünf nahe. Jedoch nicht nahe genug. Während van der Poel seinen ersten Profi-Weltmeistertitel holt, wird van der Haar noch im Sprint von Wout van der Aert (BEL) abgefangen.
Bei den Schweizern läuft es an diesem Tag nicht wunschgemäss. Julien Taramarcaz hatte sich nach seinen Erfolgen in der laufenden Saison sein Ziel vorsichtig in die Top-10 gesetzt. Nach einer Runde befindet sich Schweizermeister Taramarcaz auf dem aussichtsreichen achten Zwischenrang. Nach Stürzen in den Runden zwei und sechs, von acht Umgängen, fällt er zurück verfehlt am Ende sein Ziel als Elfter knapp.
Eine bessere zweite Rennhälfte hat hingegen Simon Zahner aufzuweisen. Nach mehreren Stürzen in der Startphase findet sich der Zürcher Oberländer nach einer Rudne auf Position 37 wieder. Zahner vermag sich zu fangen und fährt trotz dem schwachen Start mit Rang 16 sein bestes Saisonresultat ein. Weniger gut ergeht es Marcel Wildhaber, der das Rennen auf Rang 25 abschliesst. Arnaud Grand wird 28.
Titel an «Gelegenheits-Bikerin» – Nachwuchs unter Wert geschlagen
Im Rennen der Frauen beendet Pauline Ferrand Prevot (FRA) die Siegesserie der Überathletin Marianne Vos aus Holland. Dies jedoch knapp, denn die Französin muss sich im Sprint gegen die Belgierin Sanne Cant durchbeissen. Dritte wird Marianne Vos, die kurz vor dem Ziel noch den Bronzerang der gestürzten Tschechin Katerina Nash erbt. Die grosse Mitfavoritin Eva Lechner eliminiert ihre Titelchancen bereits in der ersten Runde mit einem Wechseldefekt. Schweizerinnen sind keine am Start.
Der Schweizer Juniorenfahrer Johan Jacobs ging nach seiner starken Saison mindestens mit Medaillenchancen an den Start. Weltmeisterschaften können jedoch ihre eigenen Gesetze haben und so passiert Jacobs bereits im ersten Umgang ein Missgeschick. Mit guten Beinen bringt sich der junge Zürcher Unterländer als Vierter in eine gute Position, bis es ihm den Schlauchreifen von der Felge reisst. Der darauffolgende lange Lauf zur nächsten Wechselzone bringt Jacobs um seine Chancen und auf Rang 19. Weltmeister wird der Däne Simon Andreassen, der bereits in Hafjell (NOR) den Weltmeistertitel im Cross-Country holte.
In der Kategorie U23 geht der Titel an den Belgier Michael Vanthourenhout. Fabian Lienhard und Andri Frischknecht erreichen die Rängen 13 und 16.