Sauser gewinnt Cape-Epic zum Abschied | Ride MTB

Sauser gewinnt Cape-Epic zum Abschied

Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy fahren den Sieg des 12. ABSA-Cape-Epic ins Trockene. Der Sieg auf der Schlussetappe geht an Jochen Käss und Daniel Geismayr, während Giger und Gujan nochmals den Sprung aufs Podest schaffen. Das Duo Kleinhans/Langvad gewinnt mit weit über einer Stunde Vorsprung das Gesamtklassement.

Auf der 87 Kilometer langen Schlussetappe des ABSA-Cape-Epic geht es für das Team Investec-Songo-Specialized darum, den Gesamtsieg nach Hause zu bringen. Der Etappenerfolg ist sekundär und so macht sich ein anderes Team auf die Socken. Das deutsch-österreichische Duo mit Jochen Käss und Daniel Geismayr reisst früh aus fährt fast eine Minute Vorsprung heraus. Allerdings werden die beiden von José Hermida und Rudi van Houts vom Multivan-Merida-Team wieder eingeholt, die ebenfalls auf den Etappensieg scharf sind. Im Finale haben Käss/Geismayr klar die besseren Beine und distanzieren Hermida/van Houts um knapp fünf Sekunden.

 

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Jochen Käss und Daniel Geismayr feiern ihren Sieg auf der Schlussetappe. Foto© Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS

Das Feld dahinter ist zu Beginn etwas verstückelt, fügt sich dann aber langsam zu einer vier Teams umfassenden Verfolgergruppe zusammen. Neben den beiden erstplatzierten Duo's Sauser/Kulhavy und Lakata/Hynek gehören auch die Topeak-Ergon-Fahrer, Robert Mennen und Jeremiah Bishop, sowie Fabian Giger und Martin Gujan (Novus-OMX-Pro) der Gruppe an. Gujan war die letzten Tage etwas angeschlagen, konnte sich aber bestens erholen. Die wiedergewonnene Energie nutzen Giger und Gujan um sich ebenfalls vom Acker zu machen. Am Ende feiern die beiden mit Rang drei und Rang neun im Gesamtklassement einen versöhnlichen Abschluss ihres ersten gemeinsamen Cape-Epic-Abenteuers.

Ein Rekord zum Abschied
Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy treffen als Fünfte auf dem Meerendal Weingut in Durbanville ein und feiern ihren zweiten gemeinsamen Gesamtsieg beim ABSA-Cape-Epic. Für Sauser ist es jedoch der insgesamt fünfte Triumph an der «Tour de France der Mountainbiker». Damit ist der Sigriswiler der alleinige Rekordgewinner des Cape-Epic. Zugleich verzichtet der 39-Jährige auf eine weitere Chance. Somit ist die 12. Austragung zugleich seine letzte als professioneller Mountainbiker.
 

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37 Etappensiege und 5 Gesamtsiege zählt die beeindruckende Bilanz Sausers. Foto© Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS

Hinter Sauser und Kulhavy werden die Topeak-Ergon-Fahrer Alban Lakata und Kristian Hynek Zweite. Der vierfache Cape-Epic-Sieger Karl Platt schafft mit Urs Huber den Sprung auf Rang drei. Erneut liefern die Schweizer Simeon Niederer und Florian Bolt eine starke Leistung ab. Mit dem 23. Rang auf der Schlussetappe klassieren sich die Sherpa-Tensing-Pedalerie-Fahrer auf dem 28. Schlussrang. Zwei Plätze dahinter beenden der Schweizer Rick Reimann und Louis Wolf vom Cube-Factory-Racing-Team das südafrikanische Race-Abenteuer.

Ungeschlagen zum Gesamtsieg
Auch auf den letzten 87 Kilometern ist gegen Ariane Kleinhans und Annika Langvad, vom Team RECM-Specialized, erneut kein Kraut gewachsen. Die Schweizerin und die Dänin gewinnen die Etappe von Wellington nach Durbanville wiederum Solo. Dieses Mal allerdings mit «nur» sieben Minuten Vorsprung auf das Team Ascendis-Health mit der Schwedin Jennie Stenerhag und der Südafrikanerin Robyn Lee de Groot. Dritte werden Yolande de Villiers (RSA) und Janka Keseg Stevkova (SVK).

 

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Einsam auf weiter Flur – Annika Langvad und Ariane Kleinhans. Foto© Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS

Der Auftritt von Kleinhans und Langvad ist an der 12. Austragung des Cape-Epic schlicht umwerfend. Die beiden liessen ihren Konkurrentinnen an keinem Tag nicht einen Hauch einer Chance. Einzig die zweite Etappe hat einen Schönheitsfehler, als die RECM-Specialized-Fahrerinnen wegen Falschfahrens mit einer Zeitstrafe belegt und somit auf Rang elf zurückgestuft wurden. Der Einfluss auf das Gesamtklassement war nur von kurzer Dauer. Sie eroberten das Leader-Trikot gleich am darauffolgenden Tag zurück und bauten ihr Vorsprung auf Stenerhag/Lee de Groot bis ins Ziel, auf dem Meerendal-Weingut, auf 1:18.12 Stunden aus. Auf de Villiers/Keseg Stevkova sind es sogar über zwei Stunden.

 

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Champagner-Dusche für die ungeschlagenen Ladies. Foto© Emma Hill/Cape Epic/SPORTZPICS

Neben Kleinhans sind die anderen Schweizerinnen nicht mit soviel Glück gesegnet. Esther Süss liegt mit ihrer Partnerin Alice Pirard lange und mit einem guten Zeitpolster auf Podestkurs. Am zweitletzten Tag sind löst sich dieses Zeitpolster in den Magenproblemen von Süss auf. Für die Schlussetappe scheint sich Süss wieder erholt zu haben, denn sie und Pirard schliessen das letzte Teilstück auf dem guten fünften Rang ab. Im Gesamtklassement bleibt das schweizerisch-belgische Duo auf Rang fünf.

Pech haben auch Milena Landtwing und Kathrin Stirnemann, die während der Woche beide mit gesundheitlichen Problemen aus dem Rennen scheiden.

www.cape-epic.com