Sauser und Kulhavy übernehmen Cape-Epic-Führung | Ride MTB

Sauser und Kulhavy übernehmen Cape-Epic-Führung

Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy gewinnen die erste Etappe des Cape Epic vor Urs Huber und Karl Platt. Jose Hermida und Rudi van Houts werden Dritte. Die ersten fünf Plätze entsprechen auch der Reihenfolge im Gesamtklassement. Ariane Kleinhans und Annika Langvad fahren konkurrenzlos zum Etappensieg.

Durch Defekte gibt es zahlreiche Führungswechsel auf der ersten Etappe und Aufholjagden unter den zehn führenden Duos. Die erste lange Etappe nach dem Auftaktprolog gibt den Profis bereits einen Vorgeschmack darauf, was noch kommen kann. Auf den 113 Kilometern und anspruchsvollen 2'800 Höhenmetern durch das Naturreservat der Hottentots-Hollands-Berge nahe Kapstadt hat fast jedes der Spitzen-Teams mit technischen Problemen zu kämpfen. Sauser/Kulhavy verlieren durch eine aufgeschlitzte Seitenwand eines Reifens zwei Minuten und wechseln in der Tech-Zone das Hinterrad, was die Bulls-Fahrer zu einem Ausreissversuch beflügelt. Doch die in Topform fahrenden Specialized-Piloten machen aus dem Rückstand einen fast einminütigen Vorsprung auf den letzten Kilometern. «Heute war der letzte grosse Test, nachdem der Prolog nicht nach Wunsch lief. Ich fühlte mich da nicht so gut. Heute erwartete ich einen ganz harten Tag und da geht es dann manchmal einfacher als gedacht», sagt Sauser erleichtert.

Materialprobleme beklagt auch der Österreicher Alban Lakata, der mit Vorjahressieger Kristian Hynek (CZE) für das Team-Topeak-Ergon auf Sieg fährt. Die beiden holen sich die erste Bergwertung auf dem gefürchteten Groenlandberg mit 600 Höhenmetern Anstieg, werden dann aber durch einen Platten und anschliessendem Laufradwechsel nach hinten geworfen. «Vier Minuten Rückstand holt man bei den Topfahrern hier nicht mehr auf, vor allem da wir auf uns allein gestellt waren. Dass wir am Hotspot vorne waren, zeigt dass wir heute um den Sieg hätten mitfahren können. Es war eine sehr harte Etappe, aber es kommen noch mehr harte Etappen. Der Abstand hat sich noch in Grenzen gehalten, ich bin zuversichtlich, dass wir das noch aufholen können», sagt der frühere Marathonweltmeister Lakata.

Eine starke Vorstellung liefern die Cross-Country-Spezialisten Rudi van Houts (NED) und José Hermida (ESP) vom Team Multivan-Merida, mit einem dritten Platz. «Ich fahre jetzt schon zum sechsten Mal beim Epic mit», sagt der humorvolle Spanier Hermida, «und anscheinend werde ich langsam schlau genug dafür. Bei Rudi hatte sich ein Stück Plastik im Schaltwerk verfangen, doch haben wir es in Ruhe repariert und konnten so weiterfahren. Etwas abzureissen, weil man schnell weiterkommen will, bringt gar nichts, Wir hatten die Führenden meist in Sichtweite und sind auch gar nicht auf Anschlag gefahren.»

Die überraschenden Prolog-Sieger vom Vortag zeigen, dass sie keine Eintagesfliegen sind. Das Schweizer Team mit Fabian Giger und Martin Gujan kommen auf Platz fünf ins Ziel im Weingut Oak Valley und sind mit etwas über sechs Minuten Rückstand in der Gesamtwertung noch gut dabei.
 

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Komfortvorsprung für Kleinhans und Langvad
Bei den Frauen bleiben Ariane Kleinhans (SUI) und Marathonweltmeisterin Annika Langvad (DEN) souverän und vergrössern den Abstand auf die zweitplazierten Jennie Stenerhag (SWE) und Robyn de Groot (RSA) vom Team Ascendis-Health auf fast 22 Minuten. Selbst ein Sturz der Wahl-Südafrikanerin Kleinhans kann die Favoriten nicht bremsen. Die Schweizerin Esther Süss vom Meerendal-Wheeler verteidigt ihre Podestambitionen mit ihrer Teampartnerin aus Belgien, Alice Pirard mit einem dritten Rang der Etappen- und damit der Gesamtwertung. «Wir freuen uns, das weiterhin zu tragen. Dennoch müssen wir vorsichtig sein, denn bei einem Rennen wie dem Cape-Epic ist schnell etwas passiert und der komfortable Vorsprung ist weg», sagt Ariane Kleinhans.

Pech haben hingegen Milena Landtwing (SUI) und Hielke Elferink (NED). Drei Plattfüsse sind zuviel, um noch das Podest zu erreichen. Ihr Polster aus dem Prolog auf Süss und Pirard verfliegt schnell und so zählt das Duo Landtwing/Elferink über 40 Minuten Rückstand auf die Siegerinnen. In der Gesamtwertung rutschen die beiden auf Rang sechs ab.

In der Mixed-Führung liegen der ehemalige Strassenprofi René Haslbacher mit Teampartnerin Sabine Sommer (Österreich, Team ENS RH77) von Beginn an vorne und beenden die Etappe mit über neun Minuten Vorsprung vor ihren Verfolgern, Peter Vesel (SLO) und der Deutschen Yvonne Kraft, Team Etis. Auf Platz fünf rollten Hanka Kupfernagel und Carsten Bresser (Team Dietrich Rocky Mountain) über die Ziellinie. Die mehrfache
Radquer-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel: «Ich habe noch nie so gelitten auf einem Rad.»
 

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Ausblick Etappe 2, Oak Valley, Elgin - Elgin, 92 Kilometer/2300 Höhenmeter
Die zweite Schleife im Obst- und Weinbaugebiet Oak Valley nahe Kapstadt ist ein guter Mix aus technischen Abfahrten, schnellen Singletrack-Passagen und harten Anstiegen, wie der auf den Nuweberg, der in Passagen über 25 Prozent Steigung aufweist. Einer der Höhepunkte ist Verpflegungsstelle 3 auf dem Gebiet der Weinfarm Paul Cluver. Auf künstlich angelegten North Shore Elementen, Holzbrücken und Stegen, erleben die Zuschauer die Mountainbike-Profis hautnah. Start ist um 7.00 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MEZ), der Zieleinlauf (ca. ab 11.45 MEZ) kann über die Website live verfolgt werden.

www.cape-epic.com