Sauser/Kulhavy im Sprint zum fünften Etappenerfolg
Die Regenfälle am frühen Morgen dämmen die staubigen Cape-Epic-Trails und verleihen ihnen wieder mehr Grip. Auf der Trail-reichen, sechsten Etappe, mit Start und Ziel auf dem CPUT-Campus in Wellington, setzen sich früh zwei Teams vom Feld ab. Dies sind Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy vom Team Investec-Songo-Specialized und Alban Lakata mit Partner Kristian Hynek vom Topeak-Ergon-Team. Stetig vergrössern die beiden Bestklassierten ihren Vorsprung und kommen am Ende zusammen ins Zielgelände. Beide Teams liegen gleichauf bis Kristian Hynek die Zielkurve falsch einschätzt. Der verlorene Schwung reicht aus, dass Sauser und Kulhavy ein Wimpernschlag schneller sind. «Es war ein aufregendes Finish und zudem mussten wir dank dem frühmorgendlichen Regen keinen Staub schlucken. So waren die rund 30 Kilometer Singletrail auf der Etappe ein wahrer Genuss», sagt Sauser.
Insgesamt ist es Sausers 36er Etappensieg seit seiner ersten Teilnahme am Absa-Cape-Epic. Mit seinem heutigen Erfolg ist die Ausgangslage ideal, um als erster Mountainbiker den fünften Cape-Epic-Gesamtsieg – und auch sein letzter – nach Hause zu holen. Sauser wird nach den Marathon-Weltmeisterschaften seine rund 20-jährige Karriere beenden.
Es ist ein guter Tag für die südafrikanischen Teams. Ab Rang drei, der Philip Buys und Matthys Beukes belegen, reihen sich auf der Tagesrangliste vier weitere einheimische Teams hintereinander. Die drittplatzierten Buys und Beukes hatten am Morgen den Fokus auf was anderem: «Unser Ziel war es das rote Trikot des besten Afrikanischen Teams zurückzugewinnen. Dass wir das Podium erreichten, ist ein Bonus.
Über eine Stunde Vorsprung
Am Start der sechsten Etappe entscheiden sich Ariane Kleinhans und Annika Langvad es lockerer anzugehen, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Trotzdem sind die beiden erneut nicht zu bremsen. Mit ganzen 17 Minuten Vorsprung auf Jennie Stenerhag und Robyn Lee de Groot, erreichen die Schweizerin und die Südafrikanerin das Ziel.
Erstmals auf dem Podest landen Mariske Strauss and Cherie Vale vom Novus-OMX-Pro-Team. Auf der Trail-lastigen Etappe können die beiden Südafrikanerinnen von ihren Cross-Country-Fährigkeiten gebrauch machen. Nicht um das Podest mitfahren, können Esther Süss und Alice Pirard. Süss erbricht die ganze Nacht über und ist dementsprechend geschwächt. Trotzdem geht die 41-Jährige an den Start und kämpft sich über die 71 Kilometer und auf Rang zehn.
Ausblick Etappe 7, Wellington – Meerendal Wine Estate, 87 Kilometer/1'500 Höhenmeter
Die letzte Etappe des ABSA-Cape-Epic 2015 wird die härteste seit langem sein. Der letzte, 87 Kilometer lange Tagesabschnitt von Wellington nach Durbanville, auf das Meerendal Wine Estate, startet mit einem 25 Kilometer langen Flachstücks. Direkt nach der ersten Verpflegungszone beginnt für die Teilnehmer der Hauptanstieg. Danach kommt nochmals ein Flachstück wonach es in die letzte Hürde des Cape-Epic 2015 geht. Über die legendären Trails von Meerendal werden die Teilnehmer bergab auf das Meerendal Weingut geführt.