Schurters Asphalt-Abstecher noch ungewiss
Das Scott-Swisspower-Team kommunizierte bis anhin bewusst nichts in diese Richtung, da noch nichts fest steht. Von einem «Wechsel» könne nicht die Rede sein, allenfalls von einem Abstecher, wie Thomas Frischknecht in einer Pressemitteilung schreibt. Der Fokus Schurters liegt auch im Jahr 2014 auf dem Mountainbike. Dieser möchte sich jedoch gerne einen Bubentraum erfüllen und einmal in seiner Karriere die Tour de Suisse bestreiten. Es gibt aber noch einen weit wichtigeren Beweggrund.
Im Sport bedeutet Stillstand einen Rückschritt. Aus diesem Aspekt ist es für Nino Schurters weitere Karriere wichtig, immer wieder neue Reize und Akzente zu setzen um neue Erfahrungen zu sammeln. Der Bubentraum ist der eine, ein seriöser und trainingsrelevanter Hintergrund der andere Beweggrund. Scott als Hauptsponsor und auch Thomas Frischknecht als Team Manager unterstützen diese Idee. Frischknecht hat während seiner Karriere, immer wieder Rennen auf der Strasse bestritten und weiss wie wichtig Abwechslung im Spitzensport ist.
Gespräche mit dem, ebenfalls von Scott gesponserten, ORICA-Greenedge Pro-Tour-Team haben diesbezüglich stattgefunden. Auch ORICA ist an einer temporären Aufnahme von Nino Schurter interessiert und würde ihn für die Tour de Romandie im April sowie auch für die Tour de Suisse im Juni ins Team integrieren. Solch kurzfristige Abstecher in die Pro Tour lässt das UCI Reglement jedoch nicht zu. Damit bleiben noch viele Fragen ungeklärt. Entschieden ist diesbezüglich noch gar nichts. Frischknecht hofft in dieser Frage jedoch bald Klarheit zu haben.
Auch wenn Nino Schurter einen Abstecher auf die Strasse machen würde, bleibt sein Hauptziel für die Saison 2014 bestehen, nämlich seinen Weltmeistertitel zu verteidigen. Denn Mountainbiken ist und bleibt sein alleiniger Fokus. Als Konsequenz müsste er lediglich auf das Weltcup-Rennen im australischen Cairns sowie die Europameisterschaften verzichten. Den grössten Teil der Saison würde Schurter dem Mountainbike-Sport treu bleiben. In den Jahren 2015 und 2016 steht das Mountainbiken, wegen der olympischen Spiele in Rio, wieder klar im Vordergrund.