Schweizer Downhiller auf Podest
Bereits in den Zeitläufen für die Ermittlung der Startreihenfolge, zeichnen sich die Ambitionen der Schweizer Fahrer ab. Emilie Siegenthaler und Miriam Ruchti belegen die Plätze eins und drei. Der Zeitlauf der Männer muss eines heftigen Gewittersturmes wegen, auf Sonntag Vormittag verschoben werden. Dort fährt Lutz Weber überraschend die schnellste Zeit. Dominik Gspan ist Drittschnellster.
In den Finalläufen ist es der früh startende Neuseeländer Matthew Walker, der eine Zeit in die Strecke brennt, an der sich später Favorit um Favorit die Zähne ausbeisst. Als Sechstletzter startet der Pole Slawomir Lukasik. Der Sechstplatzierte des Zeitlaufes verbessert die Zeit Walkers um über eine Sekunde. Erst Dominik Gspan kommt den Beiden nahe, jedoch nicht nahe genug. Der Schweizer platziert sich auf dem dritten Zwischenrang. Dann sind alle Augen auf den letzten Starter Lutz Weber gerichtet. Der Thuner legt einen sauberen und schnellen Lauf hin, jedoch zu wenig schnell. Weber verpasst den Sieg um gut drei Sekunden, klassiert sich aber dennoch auf dem siebten Rang.
Im hinteren Drittel im Rennen der Frauen gestartet, rast die Juniorin Tahnée Seagrave (GBR) mit Bestzeit über die Ziellinie. Miriam Ruchti (SUI), Zarja Cernilogar (SLO) und Emilie Siegenthaler (SUI) reihen sich erneut hintereinander auf, jedoch hinter der Bestzeit von Seagrave. Siegenthaler verpasst den Sieg um knappe zwei Zehntelsekunden, freut sich aber dennoch über ihren Podestplatz. Ruchti klassiert sich auf dem vierten Rang. Mit Martina Brühlmann auf dem neunten Rang, schafft es eine weitere Schweizerin unter die zehn besten Fahrerinnen.
Die Organisatoren des iXS-European-Downhill-Cup im kleinen Skiort Pila, hoch über dem Aostatal gelegen, präsentieren erneut eine technisch anspruchsvolle und abwechslungsreiche Rennstrecke. Die unzähligen Wurzeln und Steine verlangen bereits im Trockenen eine saubere Linienwahl. Auf nasser Strecke erlaubt sie den Fahrern keine Fehler mehr. Falls doch Fehler passieren, ist die Strecke sehr gut abgesichert, um das Verletzungsrisiko zu tief wie möglich zu halten.
Es gibt auf der Rennstrecke keinen Baum der ungeschützt ist und die Stellen wo Fahrer aus der Strecke fallen könnten, sind mit Fangnetzen abgesperrt. Auch hören die Veranstalter auf die Fahrer, wenn Sprünge und Landungen ausgebessert werden müssen. Ein gutes Beispiel, dass es von Vorteil ist, in Hand in Hand zu arbeiten als sich stur gegen die Meinungen der Fahrer zu stellen. In diesen Punkten kann sich noch so mancher Veranstalter eine Scheibe der Organisatoren in Pila abschneiden.