Sram macht kurzen Prozess - und wirft weit verbreitete Schaltgruppen raus
Ohne grosse Ankündigung hat Sram seine klassischen Eagle-Antriebe grundlegend überarbeitet. Die neue Eagle S-Series ersetzt eine Vielzahl bisheriger Gruppen – darunter GX, X01 oder XX1 – durch nur noch drei Linien: S100, S200 und S500. Ziel sei es, das Angebot deutlich zu vereinfachen und die Auswahl sowie den Austausch von Komponenten zu erleichtern.
Technisch bleibt die S-Series bewusst im bekannten Eagle-Kosmos: Alle Systeme setzen weiterhin auf herkömmliche 1x12-Antriebe mit Standardkette und klassischer Schaltaugen-Montage – also explizit nicht auf das neue T-Type Transmission-System. Gleichzeitig bleibt die Rückwaertskompatibilitaet zu bestehenden Eagle-Komponenten erhalten, was Upgrades und Ersatzteilbeschaffung vereinfacht.
Die drei Stufen decken unterschiedliche Ansprüche ab: S100 als robuste und preisorientierte Basis, S200 als mechanische Midrange-Lösung und S500 als Topmodell mit AXS-Elektronik. Neu ist unter anderem ein sogenannter Half-Mount-Ansatz beim S100-Schaltwerk, der die Stabilität bei seitlichen Einschlägen verbessern soll.
Mit der Eagle S-Series reagiert Sram auf die weiterhin grosse Verbreitung klassischer Eagle-Antriebe und schafft eine klar strukturierte Plattform für Bikes ohne Transmission-Interface – sowohl im OE-Bereich als auch im Aftermarket. Für Fans der Gruppen GX, X01 oder XX1 heisst es Adieu sagen, oder noch ein paar Ersatzteile an Lager nehmen.