Starke Schweizer am Roc d’Azur – Rohrbach mit Doppelpodium | Ride MTB

Starke Schweizer am Roc d’Azur – Rohrbach mit Doppelpodium

Beim Saisonschlussrennen «Roc d’Azur» in Fréjus klassieren sich Filippo Colombo bei den Junioren sowie Nicola Rohrbach bei der Elite jeweils auf Rang zwei. Martin Fanger wird Dritter. Drei Tage zuvor wird Rohrbach auch Zweiter im Enduro-Rennen und Katrin Leumann wird Dritte im «Doppel».

Das Bikefestival «Roc d’Azur» im südfranzösischen Fréjus ist traditionell der letzte grosse Rennsport-Event in Europa und vor allem für die französischen Cross-Country-Fahrern ein wichtiges Rennen. So verwundert es nicht, dass praktisch bei jeder Ausgabe im Hauptrennen die besten Fahrer der Grande Nation um die vorderen Plätze mitfahren, doch mischen auch jedes Mal Schweizer Athleten vorne mit. Doch auch in diesem Jahr setzt sich wieder ein Franzose durch: Der U23-Fahrer Victor Koretzky löst seinen Team-Kollegen Stéphane Tempier als Titelverteidiger ab und siegt im Profirennen.

Mit knapp eineinhalb Minuten Rückstand schafft es Nicola Rohrbach bei diesem prestigeträchtigen Rennen als Zweiter erstmals aufs Podest. Vom Start weg fährt Rohrbach zuerst in einer sechsköpfigen Spitzengruppe und nach dem zweiten steilen Anstieg mit Koretzky und dessen Landsmann Hugo Drechou in einer Dreierspitze vorne weg. Er begeht bei der Linienwahl in einer Laufpassage einen kleinen aber entscheidenden Fehler zugunsten von Victor Koretzky. Rohrbach fährt mit Drechou am Hinterrad weiter, schüttelt Letzteren bald ab und fährt die verbleibenden 20 Kilometer alleine ins Ziel.

«Dass es mir so gut lief, überrascht mich ehrlich gesagt. Denn seit dem letzten Cross-Country-Rennen war ich nur noch mit dem Endurobike unterwegs», sagt Rohrbach und schwärmt im Anschluss über die Stimmung am Streckenrand: «Am Aufstieg zum Col du Bougnon standen die Zuschauer so dicht wie an der Tour de France und auch zahlreiche Schweizer Fans sorgten für eine grandiose Stimmung.»

Hugo Drechou der zuletzt noch an Rohrbachs Hinterrad klebte, fällt weit zurück. Sein Platz nimmt Martin Fanger ein, der mit seinem dritten Platz das Podest komplettiert. Er kann sich nach dem Start ebenfalls der Spitzengruppe anschliessen, muss aber in der Abfahrt jedoch die schnellsten ziehen lassen. Fanger kann die Lücke im darauffolgenden Aufstieg nochmals schliessen, kann von seinem Effort jedoch nicht profitieren und fällt in die Verfolgergruppe zurück wo er den Rest vom Rennen verbringt. Dort kann sich der BMC-Pilot gut erholen und wieder Kraft für den Endspurt sammeln, den er mit einer halben Radlänge für sich entscheidet. «Ich bin froh, die Saison mit einem Podestplatz abzuschliessen und das bei angenehm sommerlichen Temperaturen», gibt Fanger nach dem Rennen zu Protokol.

 

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Nicola Rohrbach und Martin Fanger runden ihre Saison mit den Rängen zwei und drei ab.

Der dritte Schweizer der es beim Roc d’Azur aufs Podest schafft, ist der WM-Fünfte Filippo Colombo. Er schliesst sein letztes Junioren-Rennen auf dem zweiten Rang ab und wird in der Saison 2016 erstmals in der Kategorie U23 an den Start gehen.

 

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Filipo Colombo Zweiter an seinem letzten Rennen in der Juniorenklasse.

Rohrbach zeigt Enduro-Ambitionen und Leumann geht «fremd»
Drei Tage vor dem Hauptrennen findet seit rund zehn Jahren traditionsgemäss auch das «Enduroc» statt. Das Enduro-Rennen in den Hügeln von Roquebrune hält für die Teilnehmer fünf abwechslungsreiche Abfahrtsetappen bereit. Mit dabei ist auch Nicola Rohrbach, der eine knappe Woche zuvor in Finale Ligure erstmals Rennluft im Enduro geschnuppert hat. Die Enduro-Luft scheint im auf alle Fälle gut zu bekommen, denn der eigentliche Cross-Country-Spezialist schlägt sich sehr gut und belegt am Ende den zweiten Rang. «Es waren fünf coole Etappen und es lief ganz gut. Leider machte ich zwei grobe Fahrfehler die mich einiges an Zeit gekostet haben. Für den Sieg hätte es wohl auch ohne nicht gereicht, denn Thomas Lapeyrie, der Sieger, ist auch in der Weltserie sehr weit vorne unterwegs», erklärt Rohrbach.

 

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Nicola Rohrbach zeigt seine Stärke im Enduro und klassiert sich als Zweiter hinter Thomas Lapeyrie und vor Downhill-Urgestein Karim Amour.

Nicht Disziplinen- aber kategorienfremd geht Katrin Leumann. Statt am Samstag das Cross-Country-Rennen zu bestreiten geht die Ghost-Fahrerin mit ihrem Partner im «gemischten Doppel» – also im Tandem-Rennen – an den Start. Dieser spassige Rennausflug bringt den beiden den dritten Rang ein.

 

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Katrin Leumann hat im Tandemrennen gut lachen.

www.rocazur.com