Stirnemann gewinnt vorzeitig Weltcup | Ride MTB

Stirnemann gewinnt vorzeitig Weltcup

Beim Weltcup-Rennen in Windham belegt Kathrin Stirnemann den zweiten Rang hinter Jenny Rissveds. Nach diesem Erfolg kann Stirnemann auch bei einer Nullrunde im letzten Rennen nicht mehr eingeholt werden. Bei den Männern gewinnt Catriel Soto – Marcel Wildhaber wird Achter.

Kathrin Stirnemann kämpft in Windham (USA) um ihren dritten Weltcup-Sieg in Folge, doch die Schweizermeisterin kann an diesem Tag Jenny Rissveds nicht bezwingen. Die Skandinavierin geht in einem ersten kurzen Anstieg an Stirnemann vorbei, übernimmt die Führung und holt einen kleinen Vorsprung heraus. «Da war Jenny einfach stärker», sagt Stirnemann, der es aber gelingt die Lücke zur 20-jährigen Scott-Fahrerin zu schliessen und noch mal in den Windschatten zu gelangen, während hinter ihr die Kanadierin Cindy Montambault als Dritte und die US-Amerikanerin Chloe Woodruff als Vierte keine Rolle spielen. «Die Zielgerade war einfach zu kurz. Ich hatte dann auch einen zu harten Gang eingelegt», bekennt Stirnemann. Doch vor allem jubelt sie über den Gesamtsieg, den sie schon vor dem Finale in Meribel in der Tasche hat.

«Als ich nach Kanada gekommen bin, habe ich überhaupt nicht damit gerechnet. Das ist echt cool», freut sich Stirnemann, die vor einer Woche in Mont Saint Anne das Führungstrikot übernommen hat, nachdem Weltmeisterin Alexandra Engen Schweden wegen einer Wettkampf-Pause fehlt.

Wildhaber muss abbremsen
Bei den Männern verfehlt Marcel Wildhaber den Einzug ins Finale nur ganz knapp. Er geht nach dem Start in Führung und verteidigt diese Position auch noch über den Anstieg hinweg. Doch auf der Zielgerade preschen Europameister Daniel Federspiel (AUT) und der Weltcup-Führende Fabrice Mels (BEL) noch an ihm vorbei. «Ich bin gut aus der letzten Kurve gekommen, doch dann habe ich Federspiel berührt und musste kurz abbremsen, weshalb Mels auch noch vorbeikam. Auf den letzten Metern war ich über dem Limit», erklärt Wildhaber. Dieser Lauf kostet Wildhaber so viel Kraft, dass er im kleinen Finale nicht mehr dagegen halten kann. «Ich war überhaupt nicht erholt», sagt Wildhaber, der Achter wird.

Eine Position dahinter wird Andri Frischknecht klassiert. Der Qualifikations-Sechste scheidet im Viertelfinale ganz knapp gegen den Schweden Emil Lindgren aus, nachdem er auf der Zielgerade nicht mehr auf der Hut ist. Sepp Freiburghaus scheidet ebenfalls im Viertelfinale aus. Ihm fehlt einfach die Kraft, um dagegen zu halten. Freiburghaus wird 15.

Im Kampf um den Sieg setzt sich erstmals der Weltmeisterschafts-Dritte Catriel Andres Soto (ARG) durch. Der Qualifikations-Schnellste bezwingt in einer engen Entscheidung den Deutschen Simon Gegenheimer und Fabrice Mels, der das weisse Trikot des Gesamt-Leaders auch in Meribel tragen wird. Der Gesamtsieg ist da noch völlig offen.

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