Stirnemann und Fanger sprinten am Schnellsten | Ride MTB

Stirnemann und Fanger sprinten am Schnellsten

Bei den Mountainbike-Schweizermeisterschaften im solothurnischen Lostorf holt sich Martin Fanger den Meistertitel im Eliminator-Sprint. Matthias Allenspach gewinnt überraschend die Silbermedaille vor Thomas Litscher. Bei den Frauen geht der Titel an Kathrin Stirnemann.

Patrick Lüthi zählt nach seinem Weltcup-Podestplatz im Eliminator von Albstadt zu den Titelfavoriten. Seine Ambitionen auf das Meistertrikot zerbröseln jedoch bereits im Halbfinale, als er von Litscher und Fanger aus dem Rennen gesprintet wird. Im zweiten Halbfinaldurchgang sprinten sich Titelverteidiger Marcel Wildhaber und der überraschende Matthias Allenspach in das Finale.

Im grossen Finale ist es Fanger der am schnellsten aus den Startlöchern kommt. Wildhaber fällt wegen eines Kettenrisses aus der Entscheidung und wird Vierter. Aus dem Dreikampf wird ein Zweikampf, als Litscher in der letzten Kurve vor dem Ziel stürzt und mit Rang drei vorlieb nehmen muss. Fanger kann den mitgenommenen Schwung nutzen, um sich den Schweizermeistertitel zu sichern. «Ich wusste, dass ich im Finale viel riskieren muss. So bin ich Vollgas die Treppe runter gebrettert.» Für Allenspach, der einem Arbeitspensum von 100 Prozent nachgeht, kommt der Gewinn der Silbermedaille überraschend, fügt aber an: «Die Strecke hat mir sehr gefallen und ist mir mit den vielen Kurven und dem Pumptrack entgegengekommen.»

Stirnemann sprintet zum ersehnten Titel
Im Eliminator-Rennen der Frauen kommt Sprintspezialistin Kathrin Stirnemann zum lang ersehnten Titelglück. Obwohl auf dem Papier die stärkste Sprinterin, ist der Sieg für die bald 25-Jährige keinesfalls selbstverständlich. «Ich bin erst heute aus dem Höhentraining zurückgekehrt und wusste nicht wie ich das ganze verkrafte», erklärt Stirnemann. Von zu Lauf kommt sie jedoch besser in Fahrt.

Im Finale mit Jolanda Neff, Linda Indergand und Ramona Forchini setzt sich Stirnemann sogleich an die Spitze. Die Taktik der Eliminator-Europameisterin geht auf und so holt sie sich den lang ersehnten Schweizermeistertitel knapp vor Neff und Indergand. «Ich dachte schon, dass es noch eng werden würde, wenn Jolanda und Linda aus meinem Windschatten herauspreschen. Umso schöner ist es, dass es endlich geklappt hat. Dieser Titel hat in meinem Palmares noch gefehlt», freut sich Stirnemann.

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