Süpercross mit Überraschung bei den Frauen
Philipp Walsleben und Francis Mourey (FRA) setzen sich bereits in der ersten Runde von der Gegnerschaft ab. Die Beiden drehen in der Folge ihre Runden alleine. Allerdings nur bis zur Rennhälfte. Walsleben vermag den Favoriten Mourey kurz darauf zu distanzieren. «Das Wetter behagte mir. Die Strecke war wegen dem Regen zwar schwerer wie letztes Jahr. So konnte ich meine Fähigkeiten ausspielen», erklärte Walsleben zufrieden. «Dass ich jedoch gleich im ersten Rennen der Saison gewinnen sollte, hätte ich jedoch nicht erwartet», sagt Walsleben weiter. Der deutsche Meister schwingt am Ende mit mehr als einer Minute Vorsprung oben aus. Die Überraschung bringt der Spanier Egoitz Murgoitio der auf den dritten Rang fährt.
Murgoitio nimmt den Platz ein, den man eigentlich den Schweizern zugetraut hatte. Simon Zahner und Landesmeister Julien Taramarcaz liegen zu Rennbeginn zwar auf einem Podiumsplatz, je länger das Rennen dauert, umso weiter weg kommen die Beiden vom Treppchen. Taramarzac landet als bester Einheimischer auf dem sechsten Platz. In der Schlussphase rettet er sich damit knapp vor dem stark aufkommenden Lukas Müller ins Ziel. Ralph Näf, der einen Tag zuvor noch das Weltcup-Finale in Norwegen fuhr, steht keine 24 Stunden später beim Crossquer am Start. Kaum erholt von Rennen und Reise kämpft sich Näf im Mittelfeld ab, ehe er sich mit einer Aufholjagd in den letzten zwei Runden noch auf den respektablen elften Rang katapultiert.
Schweizer Überraschung bei den Frauen
Die Belgierin Sanne Cant, vierfache Meisterin ihres Landes und Fünfte der Weltrangliste, übernimmt bereits in der ersten Runde die Führung im sehr gut besetzten Frauen-Rennen. Die Holländerin Sophie de Boer macht sich zwar früh auf die Verfolgung Cant's, kommt allerdings nicht mehr an Diese heran und muss sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Sanne Cant freut sich über den Sieg: «Das war mein erstes Rennen in dieser Saison. Die Strecke war nicht einfach, aber ich konnte durchhalten und den Sieg nach Hause fahren.»
Für eine faustdicke Überraschung ist die Schweizerin Nicole Koller besorgt. Die erst 16-Jährige hält von Beginn weg an der Spitze mit und vermag sich auf dem dritten Rang zu etablieren. Diesen Rang hält Koller bis ins Ziel: «Ich bin selbts überrascht über diesen Rang. Es lief mir wirklich gut und ich konnte diesen Rang verteidigen.» Ob Koller weiter Radquer-Rennen fährt, steht im Moment nicht fest: «Ich habe die ganze Mountain-Bike-Saison bestritten und mache nun zuerst einmal eine Pause.» Als zweitbeste Schweizerin klassiert sich Nicole Hanselmann auf dem sechsten Rang. Sie lässt damit Vorjahressiegerin Marlene Petitgirard (FRA) hinter sich.
Das Schweizer Fernsehen «SRF» berichtet über Ralph Näf's Doppelbelastung.
http://www.srf.ch/player/tv/sport-clip/video/ralph-naef-am-suepercross-in-baden?id=683d3ad3-b1c1-48b5-a617-bbcd4cabcd39