Swiss Epic: Leader-Wechsel auf Etappe vier
Die vierte Etappe des sechstägigen Mountainbike-Rennens Perskindol Swiss Epic führt als Rundkurs über 74 Kilometer von Grächen zurück nach Grächen. Mit 3'333 Höhenmetern ist der grösste Höhenunterschied des ganzen Rennens zu überwinden, zugleich ist es aber auch die Königsetappe im Namen des Flow. Auf dieser trail-reichen Etappe misslingt Lukas Buchli und Mathias Flückiger die Verteidigung des Leader-Trikots. Denn bereits in der ersten Abfahrt ist das Duo in einen Zwischenfall involviert.
Florian Vogel bleibt mit dem Vorderrad an einem Stein am Ende der ersten Abfahrt hängen, stürzt heftig und ist darauf nicht mehr in der Lage das Rennen fortzusetzen. Zuerst besteht der Verdacht auf einen Handgelenkbruch, was dann glücklicherweise nicht der Fall ist. «Mein Handgelenk ist zum Glück nicht gebrochen. Es ist lediglich stark verstaucht. Biken ist die nächsten Tage auf jeden Fall nicht mehr drin», sagt Florian Vogel über die Folgen seines Crashs.
Dieser Sturz hat auch erste Folgen für das Duo Flückiger/Buchli. Denn Mathias Flückiger bemüht sich um die Absicherung des Steins. Derweil entgehen ihnen ihre schärfsten Kontrahenten Geismayr und Käss. Flückiger und Buchli versuchen nun den Abstand wieder zu verringer, was ihnen nicht gelingen sollte. Flückiger bricht bei einem Sturz der Bremshebel ab. Am Ende fehlt dem Duo eine gute Minute zur Verteidigung des Leader-Trikots. Dieses trägt nun das deutsch-österreichische Duo Käss und Geismayr. Die letzte Etappe von Grächen nach Zermatt dürfte demnach zum Showdown werden, da Mathias Flückiger und Lukas Buchli nichts unversucht lassen, um sich das Leader-Trikot und somit den Gesamtsieg zurückzuholen.
Auf dem dritten Platz landen Ralph Näf und Lukas Flückiger, die auch im Gesamtklassement den dritten Rang belegen. Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy sind mit grossen Ambitionen in das Perskindol Swiss Epic gestartet. Jedoch konnten sie bisher nie an ihre Spitzenleistungen anknüpfen. In der ersten Abfahrt der vierten Etappe beklagen die Beiden einen Plattfuss. Einige Zeit später geben die beiden das Rennen, anscheinend wegen Knieproblemen auf.
Einsames Rennen für Langvad und Kleinhans
Vier Etappen, vier Siege ist bisher die Ausbeute von Ariane Kleinhans und Annika Langvad am Perskindol-Swiss-Epic. Damit hat das schweizerisch-dänische Duo schon fast eine Stunde Vorsprung auf Esther Süss und Hielke Elferink (NED), die den zweiten Tagesrang erreichen. Auf Rang drei in der Etappe sowie im Gesamtklassement landen Andrea Kuster und ihre norwegische Team-Partnerin Kristin Aamodt.
Ebenfalls mit einem komfortablen Vorsprung von rund 30 Minuten geht das Mixed-Duo Bärti Bucher und Milena Landtwing in die letzte Etappe. Sie gewinnen die vierte Etappe mit sieben Minuten Vorsprung auf das US-Team mit Michael Broderick und Mary McConneloug.
Bei der Flow-Version kommen Marco Toniolo und Andy Benz erstmals zu Siegesehren. Sie verweisen die Gesamtführenden Florian Golay und Phil Meier auf Rang zwei, Benno Sprecher und Roni Amstutz auf Rang drei. Einen weiteren Sieg verbuchen Monika Büchi und Simon Ruchti in der Kategorie Mixed.
Die fünfte und letzte Etappe führt über 59 Kilometer und 2'400 Höhenmeter von Grächen nach Zermatt. Diese hält noch einmal ein paar knackige Anstiege und Abfahrten bereit, ehe die Teilnehmer sich stolze Swiss-Epic-Finisher nennen dürfen.