Swiss Epic: Prolog an Schurter und Vogel
Kaiserwetter, ein knackiger Aufstieg sowie die tolle und abwechslungsreiche Abfahrt durch den Verbier Bikepark beschert der ersten Swiss-Epic-Austragung mit dem Prolog einen würdigen Auftakt. Aus dem gut besuchten Race Village in Verbier starten die Zweierteams des Flow Epic und danach des Swiss Epic zum ersten «Warmfahren». Bei diesem sind die beiden Cross-Country-Raketen Nino Schurter und Florian Vogel die Schnellsten. Als letztes gestartetes Team bleiben die beiden mit zeitlich leichtem Abstand zu den Schnellsten in Schlagweite. In der Abfahrt lässt es das Duo Schurter/Vogel laufen, so dass es ihnen reicht, die bis dahin Führenden Lukas Buchli und Mathias Flückiger abzufangen. Auf Rang drei folgen Jochen Käss aus Deutschland und Daniel Geissmayr aus Österreich.
Erwartungsgemäss ist in der Kategorie Frauen das dänisch-schweizerische Duo mit Annika Langvad und Ariane Kleinhans am schnellsten. Auf Rang zwei folgen Esther Süss und Hielke Elferink (NED), welche die Einstundengrenze nicht mehr knacken können. Bereits einige Minuten zurück liegen Andrea Kuster und Kristin Aamodt (NOR).
Viel Flow und glückliche Gesichter
In der Flow-Version geht es nicht minder sportlich zur Sache. Immerhin bleibt die Uhr bei den schnellsten Fahrerteams bei genau einer Stunde stehen. Dabei gibt es anzumerken, dass die Flow-Epic-Teilnehmer meist mit Enduro-Material die Prologrunde absolvieren. Der frühere Downhill-Spezialist Phil Meier und Enduro-Fahrer Florian Golay stehen hier zuoberst auf dem Podest. In der Mixed-Kategorie brennt Simon Ruchti mit seiner Team-Partnerin Eva Büchi die schnellste Zeit auf die Prolog-Strecke. Das einzige Frauen-Team bei Flow-Rennen, ist das Duo mit Nathalie Schneitter und ihrer deutschen Team-Partnerin Alexa Hüni.
Befürchtungen, dass die Prolog-Strecke für die meisten Teilnehmer zu schwierig sein könnte, bestätigen sich nicht. So trifft man im Race Village haufenweise grinsende Biker die den Prolog «einfach nur geil» finden. Ein gutes Beispiel ist hier Urs Güntensperger vom Team «Ärzte ohne Schmerzen». Der Arzt aus Bülach ist 58 Jahre alt und gibt sich noch lange nicht Trail-Müde: «Die Strecke war super! Vor allem die technisch anspruchsvolle Abfahrt ist genau nach meinem Geschmack, auch wenn wir diese nicht ganz so schnell angehen wie die Profis.»
Am zweiten Tag des Swiss Epic erwartet die Teilnehmer sogleich die Längste der fünf Etappen. Auf den 92 Kilometern werden ganze 3'050 Höhenmeter erklommen. Dabei werden die Fahrer mit knapp 20 Kilometer Suonen-Trails und vielen Abfahrtskilometern belohnt. Kurz vor der Einfahrt in das Tal nach Leukerbad hoch, bietet sich den Mountainbikern die eindrückliche Felskulisse der Leeshörner und der Daubenwand zur Gemmi hoch.