Syncros: Mit Tom Ritchey «back to the roots»
Die Vorbauten und Sattelstützen der kanadischen Edelmarke Syncros zierten anfangs der 90er Jahre viele hochwertige Bikes. Und wer sein Sparschwein gemeuchelt hatte, konnte sich unter Umständen sogar einen Satz der edlen Stahlkurbeln mit passendem Innenlager leisten. Weil die Bikebegeisterung bei der alten Crew um Pippin Osborne und Peter Hamilton aber weit ausgeprägter war als der kaufmännische Sachverstand, mussten sie Ende der 90er Jahre ihre Edelmarke an die kalifornische Bikeschmiede GT verkaufen. Als kurz darauf auch diese in eine finanzielle Schräglage geriet, übernahm der taiwanesische Bikegigant Pacific Cycles das Ruder. In der Folge tauchten Syncros-Teile an immer weniger Bikes auf – mit Ausnahme der Felgen.
Nach der Ankündigung Tom Ritcheys, in British Columbia wieder einen Syncros-Firmensitz mit eigener Entwicklungs-Abteilung aufzubauen, dürfen die Fans der kanadischen Edelteile freuen – sofern sie keine Leichtgewichts-Fanatiker sind. Denn die Pazifikküste nördlich von Vancouver gilt weltweit als eines der anspruchsvollsten Bikereviere, und besonders die fantasievollen «North Shore Trails» - oft schwindelerregende Holzkonstruktionen in den steilen, dicht bewaldeten Hängen – haben weltweit Berühmtheit erlangt. Dieses Bikerevier soll nun gemäss Tom Ritchey dem neuen Syncros-Team als Echtzeit-Labor zur Entwicklung von Komponenten dienen, denen keine Belastung zu heftig ist. Mit anderen Worten: Das alte Motto «Hammer and Cycle» wird wieder belebt, und Freerider, Downhiller und Trailshredder dürfen sich freuen.