Test: Polar M450 – der Volltreffer unter den Fahrradcomputer | Ride MTB

Test: Polar M450 – der Volltreffer unter den Fahrradcomputer

Mit dem M450 will Polar Herstellern wie Garmin und Konsorten das fürchten lehren. Preislich wie auch optisch interessant, hat der Fahrradcomputer auch technisch einiges zu bieten. Ob der M450 des Pulsgeräte-Pioniers auch in der Praxis überzeugen kann, verrät der Testbericht.

Einige Fakten zum M450
- Technologien: GPS / Bluetooth Smart
- Display: schwarz/weiss, sehr gut ablesbares LCD-Display mit hohem Kontrast und Hintergrundbeleuchtung
- Sensoren: Bluetooth Smart zum Koppeln von Puls-, Geschwindigkeits- und Leistungssensoren
- Akkulaufzeit: 12 bis 17 Stunden, je nach eingeschalteten Zusatzfunktionen
- Speicher: 64 MB Flash-Speicher für bis zu 35 Stunden Aufzeichnungszeit
- Spritzwassergeschützt (IPX7)
- Barometrischer Höhenmesser
- LED-Sicherheitslicht

Hat man sich einmal mit der System-Architektur vertraut gemacht, ist die Menüführung sehr einfach. Gesteuert wird der M450 über fünf verschiedene Knöpfe. Oben befindet sich der rote Auswahlknopf. An der linken Seite der Knopf für das Licht, links unten der Zurück-Knopf. Seitlich rechts und unten rechts befinden sich die Navigations-Knöpfe (auf/ab).

Ab auf den Trail
Der M450 wird über einen Drehverschluss mit dem Vorbau oder dem Lenker verbunden. Positiv zu bewerten ist, dass er nicht erst nach 90 Grad einrastet, sondern sich fast nach belieben ausrichten lässt. Durch die leicht erhöhte Bauweise steht der Computer auch bei ganz kurzen Vorbauten nicht an der Lenkerklemmung an. Schade hingegen ist, dass das System ist nicht Garmin-Kompatibel, sodass bereits vorhandene Halterungen nicht eingesetzt werden können.

Bevor es wirklich losgeht, wählt man noch einen voreingestellten Sport-Modus – in unserem Fall «Mountainbiken» – und los gehts. Das Gerät findet die GPS-Satelliten sehr schnell, da gibt es keine Wartezeiten.
Überzeugend ist auch das Display. Egal, von welcher Seite die Sonnenstrahlen den Bildschirm bescheinen, oder ob Regentropfen die Oberfläche benetzen, das Display ist stets gut ablesbar. Maximal vier Werte können darauf gleichzeitig angezeigt werden, was unserer Meinung nach vollends genügt. Durch betätigen der Auf- und Ab-Taste klickt wählt man sich durch zahlreiche weitere Anzeigen.

Mit etwas Feingefühl lassen sich die kleinen Knöpfe auch bei voller Fahrt noch gut bedienen. Mit Langfingerhandschuhen gestaltet sich die Bedienung schon etwas anspruchsvoller. Die gute Anordnung der Knöpfe sorgt aber dafür, dass man nicht sofort im Datenlabyrinth verschwindet falls man die Taste nicht auf Anhieb findet.

Unterwegs durchfahren wir ein schlecht beleuchtetes Tunnel. Ein kurzer Druck auf die Lichttaste und schon sind wieder alle Infos sichtbar. Ein Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes, ist die integrierte LED-Lampe an der Stirnseite des Gehäuses. Diese springt bei Dämmerung oder Dunkelheit automatisch an, sofern dies in den Grundeinstellungen angewählt wurde. Mit dem kleinen Sicherheitslicht fühlt man sich deutlich sicherer in der dunklen Röhre.

Datenauswertung
Nach Beendigung der Fahrt lassen sich die wichtigsten Daten direkt am Gerät ablesen. Richtig detailliert und optisch schön aufbereitet kann man sich das Training mittels der Polar-Flow-Software am Bildschirm des heimischen Computers, oder via Flow-App am Smartphone nochmals zu Gemüte führen. Die Software bietet sehr umfangreiche Trainingsplanungs- und Analysemöglichkeiten sowie eine Synchronisation mit der Strava-App.

Fazit
Mit dem M450 hat Polar ins Schwarze getroffen: Ein optisch gelungener Fahrradcomputer mit gestochen scharfem Display, cleveren Detaillösungen, zahlreichen Funktionen, und für 229.- Franken gibt es das Ganze zu einem fairen Preis. Abzüge gibts lediglich für die fehlende Kompatibilität mit ANT+, ein Standard, der wohlgemerkt Garmin gehört. Ein Gerät mit Dual-Sensor, (Bluetooth Smart und ANT+) wäre das Tüpfelchen auf dem «i» gewesen.

www.polar.com