Trans-Provence: Entscheidung um eine Sekunde | Ride MTB

Trans-Provence: Entscheidung um eine Sekunde

Das Enduro-Etappenrennen «Mavic Trans-Provence» erfährt die knappste Entscheidung in seiner Geschichte. Nicolas Lau verweist nach sechs Tagen seinen französischen Landsmann Jérôme Clementz um nur eine Sekunde auf den zweiten Rang. Der Schweizer Florian Golay belegt Rang neun.

Der Vorjahressieger Nicolas Lau beendet den ersten Tag der Trans-Provence auf dem zweiten Rang. Der zurzeit beste Endurofahrer der Welt Jérôme Clementz gewinnt diesen mit knapp 30 Sekunden Vorsprung. Trotz vier aufeinanderfolgenden ersten Tagesrängen kommt Lau nur tröpfchenweise an seinen Landmann heran. Ein entscheidender Fahrfehler von Clementz am letzten Renntag bringt Nicolas Lau Titelverteidigung ein. Gesamtdritter wird der zweifache Downhill-Weltmeister Fabien Barel, der den letzten Renntag am schnellsten hinter sich bringt.

Auch dieses Jahr entert wieder ein Schweizer Endurist die Top-Ten. Der Walliser Florian Golay startet mit einem siebten Rang, fällt dann aber auf den elften Zwischenrang zurück. Mit guten Tagesresultaten in den Etappen drei, vier und fünf kämpft sich der Romand wieder auf den siebten Rang vor, zeitgleich mit dem Cross-Country-Nachwuchstalent Anton Cooper. Am sechsten und letzten Tag gewinnt Cooper das Duell gegen Golay. Trotzdem darf sich der Romand, nach diesen harten sechs Tagen, über den achten Gesamtrang freuen. Auf den Rängen 31 und 56 klassieren sich mit Othmar Künzli und Johannes Riebl zwei weitere Schweizer. Künzli belegt zudem den dritten Rang seiner Altersklasse «M40».

Bei den Frauen erbringt Anka Martin die beste Gesamtleistung. Nach zwei zweiten Plätzen an der Trans-Provence in den Jahren 2011 und 2012 kann die Südafrikanerin mit fünf von sechs Tagesiegen das Gesamtklassement für sich entscheiden. Martin klassiert sich mit ihrem 32. Overall-Rang noch in der ersten Ranglistenhälfte, vor so manch ambitionierten männlichen Kollegen. Den zweiten Podestplatz belegt die Britin Emily Horridge, die in den Französischen Alpen lebt und als Bikeguide arbeitet. Dritte wird die ehemalige Cross-Country-Spezialistin Keli Emmet (USA).

Cross-Country-Fahrer mit Enduro-Ambitionen
Die Trans-Provence zieht alljährlich auch namhafte Cross-Country-Spezialisten an. Im vergangenen Jahr beeindruckte Ralph Näf als Sechster mit seinen fahrerischen Fähigkeiten. In dieser Austragung glänzt der kanadische Cross-Country-Profi Geoff Kabush mit dem fünften Gesamtrang. Mit Anton Cooper (NZL) auf dem siebten und WM-Silbermedaillengewinner Manuel Fumic (GER) auf dem zwölften Schlussrang demonstrieren zwei weitere Ausdauerspezialisten ihre Ambitionen im Enduro-Sport.

Die sechstägige «Mavic Trans-Provence» beinhaltet so ziemlich alles was man unter «Allmountain» versteht. Dieses Etappenrennen fordert von den Teilnehmern technische Fähigkeiten, Ausdauer, Durchhaltewillen und auch eine Portion Abenteuergeist. Denn die 292 Kilometer, 8'355 Höhenmeter Aufstieg und die 14'731 Höhenmeter Abfahrt von Clamensane (FRA) bis nach Larvotto (MC) führen durch die wildesten Gegenden Südeuropas. Die Enduristen, selbst die Profis, schlafen in Zelten und müssen sich teils mit widrigen Wetterbedingungen zurechtfinden. Dafür werden die maximal 70 Teilnehmer mit stundenweise Singletrail-Fahrens und atemberaubenden Landschaften belohnt.

Mavic-Trans-Provence Gesamtrangliste

www.trans-provence.com