Transalp Etappensieg für Hug und Fässler
Im Gegensatz zur ersten Etappe drücken die Spitzenteams schon nach dem Start in Imst aufs Tempo. Das deutsch-österreichische Duo Hannes Genze und Daniel Geismayr können das Tempo nicht halten und weisen im Anstieg zur Pfundser Tschey, dem zweiten von drei Aufstiegen, zwischenzeitlich 1:45 Minuten Rückstand auf die vierköpfige Spitzengruppe Lakata/Hynek und Kaufmann/Käss auf. In der Abfahrt nach Pfunds geben die beiden aber mächtig Gas und verringern den Abstand. Im Aufstieg zur Norbertshöhe, dem finalen Berg, schliess das deutsch-österreichische Team das Loch, um zum Ende hin den Schlussspurt anzuziehen und die Bergankunft für sich zu entscheiden.
Nur sechs Sekunden dahinter liegt das österreichisch-tschechische Duo Alban Lakata und Kristian Hynek, vierzehn Sekunden zurück liegen Kaufmann und Käss, welche die Führung im Gesamtklassement übernehmen. Die muss das deutsch-schweizer Duo Karl Platt und Urs Huber abgeben, nachdem Platt fast ausgekühlte. Mit fünf Minuten Rückstand in der Etappe, ist die Entscheidung um den Gesamtsieg jedoch noch nicht gemacht. Es folgen noch fünf weitere Etappen.
Lukas Buchli und Konny Looser handeln sich ebenfalls einigen Rückstand ein. «Es ist im Moment schwierig zu sagen, an was es bei mir liegt. Dass nasskaltes Wetter nicht zu meinen Stärken zählt, ist so. Doch ob das der einzige Grund für meine aktuelle Performance ist, weiss ich nicht», rätselt Looser. Ein kleiner Trost für Buchli und Looser; dank grossem Kampfgeist erreichen die beiden den fünften Etappenrang und liegen im Gesamtklassement an gleicher Stelle.
Führungswechsel bei den Frauen
Die Schlechtwetter-Etappe über 87 Kilometer von Imst nach Nauders scheint den beiden Schweizerinnen zu gefallen. Über fünf Minuten knöpfen Cornelia Hug und Andrea Fässler den Trägerinnen den Leader-Trikots Silke Schrattenecker und Barbara Mayer ab. Damit übernehmen die beiden Schweizerinnen die Führung. «Es war hart, aber wir freuen uns riesig», sagt Fässler. Für Barbara Liardet ist findet die Transalp eine weniger angenehme Fortsetzung. Nach der ersten Etappe mit ihrer Team-Partnerin Stéphanie Gutknecht noch auf Rang drei, bricht Liardet wegen Unterkühlung die Transalp ab.
Für die dritte Etappe von Nauders nach Naturns wird das Wetter nicht besser sein. Dafür kommen die Teilnehmer auf den 100 Kilometern in den Genuss, zahlreiche Südtiroler Trails zu fahren. 3'365 Höhenmeter müssen erklettert werden, bergab kommen jedoch fast 900 Höhenmeter dazu.